Navigation überspringen

/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Herztöne Gottes

Ulrike Schild über Richter 10,15.

Aber die Israeliten sprachen zum HERRN: Wir haben gesündigt, mache du es mit uns, wie dir's gefällt; nur errette uns heute!

Richter 10,15

Ich habe früher als Kind längst nicht immer auf die guten Ratschläge meiner Eltern gehört. Man konnte es mir 1000 Mal sagen, tu dies nicht und jenes nicht, das war gehört und dann auch schnell wieder vergessen. Manchmal hieß es auch: Strafe muss sein. Am schlimmsten war für mich Hausarrest oder Taschengeldentzug. Und doch habe ich das als Kind ganz tief empfunden: Meine Eltern haben mich geliebt, waren nicht nachtragend, sie haben mir immer wieder verziehen…. und ich habe Besserung gelobt. Eltern müssen viel Geduld mit ihren Kindern haben. Das weiß ich heute

In einem viel größeren Maße spiegelt sich dieses Vorgehen in der Bibel wider. Immer, wenn das Volk Israel meinte, auch ohne Gott das Leben angehen zu können, sich sogar fremden Göttern zuwandten, gerieten sie in große Bedrängnis. Das ging oft so weit, dass Gott ihr Gejammer nicht mehr hören konnte und von seinem eigenen Volk die Nase voll hatte. Ende, aus, vorbei! Nein. So ist Gott nicht. Und das ist unser aller Glück. Als sich sein Volk wieder reumütig in ihrer tiefen Verzweiflung an Gott wendet, da kommt das große Herz Gottes wieder zum Vorschein. Seine unermesslich große Liebe blitzt wieder auf.

Das Volk sagt: „Wir haben gesündigt, mache du es mit uns, wie dir's gefällt; nur errette uns heute!“ Die Israeliten lassen nicht locker. Und Gott reagiert. Wir haben einen Gott, der Emotionen hat...einen Gott, der ein Herz für seine Menschen hat, für Menschen, die ihre Schuld einsehen und den Weg zu ihm wieder suchen. Wir haben einen Gott voller Barmherzigkeit.

Sollten sie ihn aus den Augen verloren haben, wenden Sie sich Gott wieder zu. Er tut desgleichen.  

Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.

Kommentare

Urö /

Moin Frau Schild,
bei Ihren Zeilen fällt mir der Satz eines Mönchs ein:
"Nicht Gott hat Euch verlassen, Ihr habt ihn verlassen".
Vielleicht ein Satz, der auch für manchen Kirchenoberen bedauerlicherweise gilt.
Bleiben Sie gesund und behütet!

Sabine /

Liebe Frau Schild, danke für Ihre guten Worte am Anfang dieser Woche.
Bleiben Sie behütet und bewahrt!