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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Für Gott das Beste

Stefan Loß über Maleachi 1,6.

Ein Sohn soll seinen Vater ehren und ein Knecht seinen Herrn. Bin ich nun Vater, wo ist meine Ehre? Bin ich Herr, wo fürchtet man mich?, spricht der HERR Zebaoth zu euch Priestern, die meinen Namen verachten. Ihr aber sprecht: »Womit verachten wir deinen Namen?«

Maleachi 1,6

„Es ist ja für den Herrn!“ Gehört habe ich den Satz oft, als ich noch freiberuflich gearbeitet habe. Der Satz bedeutete nichts anderes als: „Es darf nicht viel kosten, du musst dir nicht viel Mühe geben.“ – „Ist ja für den Herrn.“ Für Gott reicht es also, wenn ich mir nicht so viel Mühe gebe, er ist auch mit schlampiger Arbeit zufrieden.

Ist das ernst gemeint? Bei so mancher christlichen Veranstaltung kann man den Eindruck haben, dass genau dieses Motto dahintersteckt: „Es ist ja für Gott, da müssen wir uns nicht so anstrengen.“ „Für Gott reicht es allemal.“ Diese Art zu denken ist nicht neu. Schon im Buch Maleachi kann man nachlesen, dass Gott keine Freude hatte an halbherzigem Einsatz und dilettantischer Arbeit. Im ersten Kapitel bei Maleachi lesen wir, wie Gott sich über die Opfergaben seines Volkes ärgert: Blinde und lahme Tiere landen auf seinem Altar. Statt Gott mit ihren Opfern zu ehren, machen sie seinen Tempel zu einem Abfallhaufen. Nach dem Motto: „Für Gott gut genug.“ Klar, dass Gott sich darüber aufregt. »Ein Sohn ehrt seinen Vater und ein Diener seinen Herrn. Ihr nennt mich euren Vater, doch wo bleibt die Ehre, die mir zusteht?“, so spricht Gott durch den Propheten Maleachi.

Gott will, dass ich ihn ehre. Und zwar mit ganzem Herzen. Mit allem, was ich bin, kann und habe. Er liebt es, wenn ich ganz bei der Sache bin. Wenn ich versuche, für ihn mein Bestes zu geben. Mit Leidenschaft und Liebe ihn zu ehren. Durch mein Leben, durch meine Arbeit, die Musik, was auch immer. Ehre sei Gott.

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Norbert H. /

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