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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Noch fremd – oder schon zuhause?

Steffen Brack über 1. Mose 26,3.

Der Herr sprach zu Isaak: Bleibe als Fremdling in diesem Lande, und ich will mit dir sein und dich segnen.

1. Mose 26,3

Gerade hatte ich den Mietvertrag unterschrieben. Und jetzt sitze ich in meiner ersten eigenen Wohnung. Und ich fange an zu zweifeln. Ist das wirklich der passende Ort für mich? Ich fühle mich total fremd. Und irgendwie mutterseelenallein.

Vor knapp 4.000 Jahren hat Gott einem Familienvater, dem Isaak, in einer ähnlichen Lage Mut gemacht: „Lebe hier im Land Kanaan als Fremder. Und ich werde dir beistehen und dich segnen.“ Isaak heißt: „er lacht“. Wer aber damals als Ausländer irgendwo lebte, dem konnte das Lachen schnell vergehen. Denn die Sitten waren rau. Und Ausländer oft rechtlos – und damit ständig in Gefahr.

Dabei ist Isaak schon die zweite Generation im Ausland. Er wurde in Kanaan geboren. Gott hatte Abraham, seinen Vater, hierhergeführt. Denn eines Tages soll dieses Land den Nachkommen Abrahams gehören. Doch so lange bleiben Isaak, seine Familie und die nachkommenden Generationen Fremde in dem Land, das Gott ihnen schon versprochen hat. Aber Isaak und seine Familie sind nicht allein. Denn Gott verspricht: „Ich werde dir beistehen und dich segnen.“

Das habe ich in meiner ersten Wohnung ganz ähnlich erlebt. Als ich mich dort völlig allein fühle, fange ich an zu beten. Und während ich mit Gott spreche, merke ich plötzlich: „Gott ist ja hier - bei mir. Ganz genauso wie in meinem alten Zuhause.“ Wer Gott vertraut, ist auch immer schon ein Stück zuhause. Und darf wissen: Gott ist bei mir. Ganz egal wo ich bin.

Ihr Kommentar

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Kommentare

Steffen Brack /

Sehr geehrter Herr Otto-Richard E.,
vielen Dank für Ihren berechtigten Einwand zu meinem oben genannten Anstoß.
Natürlich war die Situation von Isaak wesentlich ernster als meine damals in der neuen Wohnung. Deshalb habe ich ja ein paar Zeilen dazu geschrieben, was Ausländer vor knapp 4000 Jahren zu befürchten hatten. Zur schlimmen Lage von Flüchtlingen habe ich vor ein paar Monaten schon geschrieben, vielleicht erinnern sie sich (siehe hier: mehr

Otto-Richard E. /

Sehr geehrter Herr Brack,
ich erahne, was Sie mit Ihren Zeilen zum Ausdruck bringen wollen.
Allerdings ist es in meinen Augen überaus überzogen, den Mieter einer neuen Wohnung im Vergleich zu Isaak in Kanaan in einer „ähnlichen Lage“ zu wähnen.
Der folgende Absatz treibt den m. E. überzogenen Un-Sinn Ihres Artikels dann auf die Spitze: „Wer aber damals als Ausländer irgendwo lebte, dem konnte das Lachen schnell vergehen. Denn die Sitten waren rau. Und Ausländer oft rechtlos – und damit mehr

Christoph D. /

Danke für Ihre Erinnerung, dass "ich im Gottvertrauen immer ein Stück zu Hause bin". Meine Wohnungen
an verschiedenen Orten musste ich nicht immer unterschreiben. Aktuell wohne ich nur vorübergehend - falls es in den nächsten Wochen zu einer Unterschrift kommt, bis Ende April. Etwas komische Phase, erinnert aber auch an "wir haben hier keine bleibende Stadt" vom Hebräerbrief.