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Unterschätzt die AfD die Kraft der Kirche?

David Begrich: „Die AfD begibt sich auf ein Konfliktfeld, das sie nicht gewinnen kann.“

Bei der Landtagswahl am 6. September in Sachsen-Anhalt wurde die AfD stärkste Kraft, doch sie verfehlte die absolute Mehrheit. Der Regierungsbildungsprozess verzögert sich, da keine Partei mit ihr koalieren will. Mitte Dezember wird sich AfD-Fraktionschef Ulrich Siegmund der Wahl zum Ministerpräsidenten stellen.

Was könnte eine von der AfD-geführte Landesregierung für die Kirchen bedeuten? „Die AfD begegnet den Kirchen mit Misstrauen und Ablehnung“, sagt der Sozialwissenschaftler und Theologe David Begrich vom Magdeburger Verein „Miteinander e.V.“.

Im Wahlkampf hatte die Partei, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem gilt, mit kirchenfeindlichen Positionen von sich reden gemacht, u.a. mit der Drohung, Gelder zu streichen. Doch Begrich zweifelt die praktische Umsetzbarkeit dieser Vorhaben an: „Die Kirchen tragen entscheidend zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land bei, auch und gerade in Ostdeutschland. Und eine Partei, die nicht dazu in der Lage ist, das anzuerkennen, begibt sich auf ein Konfliktfeld, das sie nicht gewinnen kann.“ Ein Beitrag von Regina König.

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