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Pflegeversicherung unter Druck
"Christen im Gesundheitswesen" über Vor- und Nachteile bei der geplanten Pflegereform.
Die Pflegeversicherung steht unter Druck. Ohne Gegenmaßnahmen droht ihr im kommenden Jahr ein Defizit von rund 7,6 Milliarden Euro. Deshalb muss es eine Pflegereform geben. Einen Gesetzentwurf gibt es bereits, dem müssen aber noch Bundestag und Bundesrat zustimmen.
Geplante Maßnahmen sind unter anderem neue Budgets für die häusliche Pflege. Das heißt, die Leistungen sollen flexibler als bisher kombinierbar sein. Dazu gehören neue Pflegegeld-Tabellen und veränderte Pflegegrad-Schwellen.
Pflegebedürftige und Angehörige erhalten einen Anspruch auf fachliche Begleitung vor Ort. Sie soll die Versorgung zu Hause verbessern und die Selbstständigkeit möglichst lange erhalten.
Für Kinderlose steigt der Beitragszuschlag ab 1. Januar 2027 um 0,3 Punkte auf 0,9 Prozent.
Die Zuschläge für Heimbewohner sollen zeitlich gestreckt und Investitionskostenzuschüsse eingesetzt werden, um den Anstieg der Eigenanteile abzufedern.
Bestandsschutz: Wer bereits einen Pflegegrad hat, bleibt vorerst geschützt. Wer 2027 erstmals einen Pflegegrad beantragt, könnte schlechtere Bedingungen vorfinden als heute.
Über Einzelheiten der geplanten Pflegereform sprach ERF Plus-Moderatorin Christine Bangel mit Prof. Dr. Anette Meussling-Sentpali vom Netzwerk Christen im Gesundheitswesen. Sie ist Professorin für Pflegewissenschaft an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg.
(Redaktion: Katja Völkl)
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