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Die Spitze der Spitze des Eisbergs

EKD: Studie zu sexualisierter Gewalt veröffentlicht.

„Das ist ein rabenschwarzer Tag für die Kirchen“, sagt Detlev Zander als Betroffener und Mitglied des EKD-Beteiligtenforums. Am Donnerstag (25.1.2024) veröffentlichte der unabhängige Forschungsverband „ForuM“ die von der EKD in Auftrag gegebene „Studie zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie“. „Ich bin erschüttert, dass wir so viel falsch gemacht haben“, sagte die amtierende EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs. Sie nahm in Hannover die 871 Seiten umfassende Studie entgegen. Die Studie spricht von 2225 Betroffenen und 1259 Beschuldigten. Die Mehrheit der Missbrauchs-Opfer war unter 14 Jahren alt und überwiegend männlich.

„Doch das ist nur die Spitze der Spitze des Eisbergs,“ sagt Prof. Dr. Martin Wazlawik von der Universität Hannover, Leiter des Forschungsteams. Eine spekualitve Hochrechnung geht von mehr als 9300 Betroffenen aus. Die Zuarbeit aus den Landeskirchen sei schleppend verlaufen, so die Wissenschaftler, nur eine von 20 Landeskirchen habe alle Personalakten zur Verfügung gestellt. „Das zeigt, dass Kirche noch immer Aufarbeitung verhindert“, so der Vorwurf der Betroffenen Katharina Kracht. Regina König gibt im Gespräch mit ERF-Moderator Michael Hamm einen ersten Überblick über die ForuM-Studie.

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