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Versöhnung fängt mit dem Erinnern an

Zum Tod des Friedensnobelpreisträgers und Menschenrechtlers Bischof Desmond Tutu.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag ist der südafrikanische Friedensnobelpreisträger, Menschenrechtler und anglikanische Bischof Desmond Tutu im Alter von 90 Jahren gestorben. Bekannt geworden ist Tutu durch seinen Kampf gegen die Apartheid, den er schon als junger Pastor begann, wofür er 1984 den Friedensnobelpreis bekam.

Dabei nahm der kleine, kantige Mann nie ein Blatt vor den Mund. Selbst Schwarzer, setzte er die Unterdrückung von schwarzen und farbigen Menschen durch die Weißen in der Republik Süd-Afrika mit der Bösartigkeit des Nationalsozialismus gleich. Tutu war Weggefährte von Nelson Mandela und hat sich immer für einen gewaltlosen Widerstand eingesetzt.

Nach dem Ende der Apartheid Mitte der 1990er Jahre leitete er die Wahrheits- und Versöhnungskommission, die nach dem Vorbild Mahatma Ghandis die Vergangenheit aufarbeiten sollte, und dabei mit dazu beigetragen hat, dass Südafrika einen weitgehend friedlichen Neuanfang nehmen konnte.

Motivation christlicher Glaube

Die Motivation für seine Friedens- und Versöhnungsarbeit bezog Desmond Tutu aus seinem christlichen Glauben. Versöhnen war für ihn nur durch Erinnern möglich. Dies beschrieb er sinngemäß einmal so:

"Vergeben heißt nicht vergessen; erinnern ist sogar wichtig. Aber: erinnern gibt nicht das Recht, zurückzuschlagen. Erinnern ist die Chance für einen Neuanfang. Vor allem, wenn man nicht wiederholen will, was passiert ist."

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