/ 1:14 Min. / Spruch des Tages
Ehrlichkeit unerwünscht
Horst Kretschi über Jesaja 59,14.
Es gibt Stellen in der Bibel, die lesen sich, als seien sie heute geschrieben worden und nicht vor zigtausend Jahren. Beispiel gefällig? „So wurde das Recht mit Füßen getreten und die Gerechtigkeit verdrängt. Die Wahrheit hat im Alltag nichts mehr zu suchen, Ehrlichkeit ist unerwünscht“ (Jesaja 59,14). Das kann ich im Buch des Propheten Jesaja lesen, der die Situation im Königreich Juda vor mehr als 2700 Jahren beschreibt. Könnte aber auch die Beschreibung von gegenwärtigen Gesellschaften sein. Ein ehrlicher Blick auf die eigene und globale Situation ist nicht gewünscht. Alle folgen blind ihren jeweiligen Ideologien gleich welcher Richtung. Aber eins tun sie nicht: Sie sind nicht ehrlich und sie folgen nicht Gott und seinen Geboten! Das führt am Ende ins Verderben. Die einzige Hoffnung beschreibt Jesaja dann aber auch: Nehmt Gottes Gebote ernst und hofft auf seine Rettung. Die eigenen Lügen und Ideologien werden niemanden retten.
Horst Kretschi
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