/ 0:58 Min. / Spruch des Tages
What doesn’t kill you…
Steffen Schmidt über Römer 12,12.
Kennst du den Song „What doesn’t kill you makes you stronger“ von Kelly Clarkson? Darin stellt sie fest: Was auch immer ich erlebe: Egal wie herausfordernd es ist – wenn ich danach noch lebe, macht mich das nur stärker. An sich eine schöne Aussage, um harte Zeiten durchzustehen … aber sie lässt mich auch allein. Da gefällt mir die Aussage in der Bibel besser: „Wenn Nöte kommen, haltet durch. Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen.“ (Römer 12,12) Auch hier werde ich zum Durchhalten ermutigt, aber eben auch dazu zu beten. Und jeder der schonmal eine schwere Zeit durchgemacht hat weiß, wie gut es tut mit jemandem darüber zu sprechen … und Gott hört auch noch immer zu. Also halten wir fest: „What doesn’t kill you keeps you praying!“
Steffen Schmidt
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Nietzsche versus Paulus?
Warum Sprüche zum Durchhalten im Krieg, ob gegen andere oder gegen sich selbst wieder salonfähig sind.
1888 schrieb Friedrich Nietzsche “Aus der Kriegsschule des Lebens. - … mehrWas mich nicht umbringt, macht mich stärker.“ Der Vers steht in seinem Werk Götzen-Dämmerung, Sprüche und Pfeile, Nr. 8.
Interessant ist, dass Nietzsche klein und schwächlich war. Er kündigte aufgrund seiner Krankheit seine Hochschulstelle. Seine große Liebe lehnte es ab, ihn zu heiraten. Er lebte daraufhin zurückgezogen und verstarb mit 55 Jahren am psychischen Zusammenbruch.
In der Folge der Auslegung, auch durch seine Schwester, wurden seine Gedanken zum Übermensch von den Nationalisten, später von den Nazis aufgenommen. So etwa in der Vorstellung vom Herrenmenschen und in der Verfolgung und Tötung von Juden.
Anders bei Paulus, der als Saulus einmal ein Hardliner und ein Eiferer in der Selbsterlösung und Selbstoptimierung war. Mit Blindheit geschlagen kommt Saulus zum Nachdenken. Durch Begegnung und Jesu Wort entsteht Einsicht, Buße, Dank und Lob im Gebet über die erfahrene Gnade. So geschieht echte Verwandlung und Befreiung. Aus Saulus wird Paulus. Gottseidank.