/ 1:05 Min. / Spruch des Tages
Angeber mag niemand
Julian Schnaubelt über 2. Korinther 12,12.
Angeber kennt jeder. Weiß alles besser, kann alles besser und hat bei jeder Geschichte immer noch eine Krassere erlebt. Ganz schön anstrengend. In der Bibel ist Paulus auch in so eine Richtung unterwegs. Er schreibt: „Unter schwierigen Umständen, in großer Geduld, sind durch mich staunenerregende, machtvolle Wunder geschehen: die Zeichen, an denen man den Apostel erkennt." (2. Korinther 12,12) Klingt erstmal nach Angeberei, oder? Aber Paulus verteidigt sich gegen falsche Lehrer. Und er macht klar: Die Wunder passierten nicht, weil er so stark war – sondern weil Gott durch ihn wirkte. Und heute? Wirkt Gott immer noch. Nicht immer spektakulär. Aber er wirkt. Durch Gebet. Durch Worte. Durch Taten der Liebe. Bist du bereit, dass Gott durch dich wirkt (auch wenn’s nicht zum Angeben taugt)?
Julian Schnaubelt
Weiterführende Links
Das könnte dich auch interessieren
01.11.2026 / Spruch des Tages
Eine unveränderbare Wahrheit
Julian Schnaubelt über 2. Korinther 13,8.
mehr
31.10.2026 / Spruch des Tages
Der Geist ist willig – das Fleisch ist chillig
Julian Schnaubelt über 2. Korinther 13,1.
mehr
29.10.2026 / Spruch des Tages
Wenn die Schwäche zur Stärke wird
Julian Schnaubelt über 2. Korinther 12,9.
mehr
28.10.2026 / Spruch des Tages
Das Leben und seine Herausforderungen
Julian Schnaubelt über 2. Korinther 11,27.
mehr
Dein Kommentar
Kommentare (1)
„Hast du es noch drauf, Paulus?“
Schaue ich ins Kapitel 12, staune ich nicht schlecht. Paulus wird „angezählt“. Er hat bis heute „einen Dorn im Fleisch, einen Engel Satans, der ihn davor bewahrt, … mehrüberheblich zu werden“ (Vers 7), und seine Gebete wurden vom HERRN anders beantwortet als erwartet. Statt strahlender Sieger, ist der Apostel gerade in schwierigen Verhältnissen. Er ist Gefangener und in seiner Gemeinde in Korinth stellt man seine Kompetenz in Frage. Erfahrene Wundertaten sind vergessen, die Glaubensgemeinschaft zweifelt an ihrem Gemeindegründer und bricht dank sog. „Superapostel“ an vielen Stellen auseinander. Am liebsten möchte der Apostel sofort zur Stelle sein. Stattdessen hörte er die Worte: „Lass dir an meiner Gnade genügen, meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ (Vers 9) Er wählt also die Briefform. Zuerst betont er, seine Worte sind von Gott gegeben, denn er ist mit Christus verbunden. Er ist enttäuscht über den Zustand der Gemeinde: Streit, Eifersucht, üble Nachrede, Überheblichkeit und große Unordnung. Dabei die Fortsetzung des alten verdorbenen Lebens in sexueller Hinsicht. Paulus war mit seiner Wahl der Nachsicht am Ende. Wenn er es denn doch noch schafft, einen persönlichen Besuch abzustatten, mahnt Paulus Konsequenzen an für die weitere Unordnung und in Fragestellung seines Amtes. Wer sich jedoch bekehrt und umkehrt, - „nichts Böses tun“, „eines Sinnes sein“ und „in Frieden leben“ - dem stellt Paulus in Aussicht, dass „der Gott der Liebe und des Friedens“ mit ihnen sein wird (siehe Kapitel 13, Vers 7 und 11).