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Frohe Botschaften trotz Corona

Der Krise zum Trotz senden die Partner von ERF Medien und TWR Hoffnungsbotschaften in alle Welt.


Es fühlt sich an, als sei die Welt in wenigen Wochen auf den Kopf gestellt worden. Weltweite Einreisestopps, Olympia und die EM abgesagt, Börsenkurse im Sinkflug, außerdem Ausgangssperren und Versammlungsverbote. Was nie möglich schien, ist geschehen. Die ganze Welt steht still – und das alles wegen eines kleinen Virus, das man mit bloßen Augen nicht einmal erkennen kann.

In Deutschland scheint die Krise noch „beherrschbar“, so äußerte sich zumindest Gesundheitsminister Jens Spahn letztens in einer Pressekonferenz. Aber der Blick in andere Länder macht deutlich, welches Ausmaß möglich ist. In der Berichterstattung stehen hier besonders die europäischen Partnerländer Deutschlands sowie die USA, Großbritannien und natürlich China im Fokus, wo der Ausbruch seinen Anfang nahm.

Als ERF Medien sind wir über unseren internationalen Partner TWR mit christlichen Medienmachern in aller Welt verbunden. Seit Jahren stehen wir in Solidarität zusammen und haben oft praktisch unterstützt, wenn anderswo Krisen auftraten. Nun stehen wir vor einer weltweiten Krise, die auch uns in Deutschland betrifft. In dieser Situation wollte ich von unseren Partnern wissen: „Wie kommt ihr eigentlich durch die Krise?“ Einige von ihnen habe ich persönlich angeschrieben, um herauszufinden, was gerade Herausforderungen in ihrer Arbeit sind.
 

Hoffnungssendungen aus dem Homeoffice

Die gute Nachricht vorweg: Nahezu alle Partner haben zurückgemeldet, dass sie weiter die Hoffnungsbotschaft von Jesus in die Welt senden können. Doch vielen geht es da ebenso wie auch uns ERF Mitarbeitern. Ein Großteil der Arbeit muss aus dem Homeoffice gemacht werden. In etlichen Ländern sind selbst die Studios komplett geschlossen. In anderen Ländern sind zwar noch Live-Aufnahmen im Studio möglich, aber die komplette Zuarbeit erfolgt im Homeoffice. Aber auch hier haben die Teams rund um den Globus kreative und schnelle Lösungen gefunden.

Statt sich von der Krise demoralisieren zu lassen, haben sie sogar neue Programme entwickelt, die speziell auf die Corona-Krise eingehen. Für China wurde die Sendereihe „From Despair to Hope“ entwickelt, die in Mandarin, verschiedenen chinesischen Sprachen, Japanisch und Koreanisch produziert wird. Eine Mitarbeiterin hat diese Sendung besonders ermutigt. Sie schreibt:

Gott ist unsere Zuflucht und unser Arzt. Mir gefällt es sehr, wie ihr Tipps für das tägliche Leben angesichts der Pandemie mit biblischen Zitaten verbindet. Ich liebe besonders die Lebenszeugnisse! – Mitarbeiterin TWR in China

 

Corona-Sondersendungen soweit man hören kann

Doch nicht nur in China sprießen spezielle Corona-Programme quasi wie Frühlingsblumen aus dem Boden. Auch in Kirgistan, Lateinamerika und Afrika arbeitet man an speziellen Corona-Sendungen oder strahlt sie schon aus. Suzie Pek leitet die Arbeit von RTM Women of Hope Brazil. Sie berichtet mir:

Während wir in Brasilien mit der Pandemie und einer politischen Krise umgehen müssen, erinnern wir uns neu daran, dass Christus unsere einzige Hoffnung ist. Deshalb geben wir diese gute Botschaft weiterhin an unsere Nation weiter. Unsere Teams leisten einen großartigen Job dabei, von daheim aus die Programme auf den Sender zu bringen. Wir haben spezielle Lockdown-Interviews gemacht. Da wir wissen, dass Social Media ein wichtiges Werkzeug ist, nutzen wir es stark und geben dort zum Beispiel spezielle Lockdown-Gebetsanliegen neben unseren normalen WoH Anliegen weiter.

Unsere Teams leisten einen großartigen Job dabei, von daheim aus die Programme auf den Sender zu bringen. Wir haben spezielle Lockdown-Interviews gemacht. – Suzie Pek, WoH Brasilien

 

Für den Iran hat das TWR Farsi Team eine 30-minütige Spezialsendung gestaltet, die nun regelmäßig im Programm wiederholt wird. Auch in arabischer Sprache gibt es ähnliche Programme. Eine Hörerin aus dem Irak schreibt: Obwohl ich mich darum sorge, was morgen sein wird, vertraue ich darauf, dass Gott treu ist und uns beschützen wird. Er ist unsere sichere Burg. Er ist der Einzige, dem wir unsere Zukunft wirklich anvertrauen können.

Eine ähnliche Sonder-Sendung lief in der Türkei live über die sozialen Medien und hat zu einem deutlichen Anstieg der Nutzerzahlen geführt. Laut unserem Partner haben zum Teil komplett neue Nutzergruppen die Programme eingeschaltet. Die Krise sorgt also dafür, dass Menschen die christlichen Programme von TWR hören, die mit diesen Inhalten bislang nicht in Kontakt kamen.
 

Spezielle Programme für Europa

Auch in Europa gibt es etliche Initiativen, um die Hörerinnen und Hörer während der Krise zu ermutigen. So haben TWR, Through the Bible und die YouVersion-Bibelapp sich kurzfristig darauf geeinigt, für sechs Bibelbücher die Programme von Through the Bible (Durch die Bibel) auf der italienischen Youversion-App anzubieten. Diese verzeichnet seit dem Lockdown in Italien um 30 Prozent höhere Zugriffszahlen. So können nun die YouVersion-Nutzer die wertvollen TTB-Programme direkt in der App anhören.

Das Good News Center in Litauen kann Ähnliches vermelden. Ein Verantwortlicher schreibt: Einige Männer aus meiner Bibelgruppe sind nun in Kurzarbeit. Sie sitzen daheim und haben nichts zu tun. Unsere Reichweite im Internet steigt aktuell massiv. Seit dem Lockdown haben sich zehnmal so viele Menschen zu unserem Kurs „Warum Jesus?“ angemeldet.

Seit dem Lockdown haben sich zehnmal so viele Menschen zu unserem Kurs „Warum Jesus?“ angemeldet. – Mitarbeiter Good News Center in Litauen

 

In Dänemark hat man mittlerweile begonnen, die Studios umzufunktionieren. Man nutzt die technischen Möglichkeiten nun verstärkt, um Live Videos von Gottesdiensten und Worship-Zeiten aufzunehmen. Außerdem kam ein schon länger geplantes Osterprogramm für Kinder nun genau zur rechten Zeit und wurde aufgrund der aktuellen Situation im Land von vielen anderen christlichen Organisationen stark beworben.
 

Genau am richtigen Ort – im Auge des Sturms

Alles in allem ist man einhellig der Meinung, dass es gerade in diesen schwierigen Zeiten umso wichtiger ist, Menschen über Medien mit dem Evangelium zu erreichen. Radio, TV, Internet und andere Medienkanäle nehmen aktuell weltweit an Bedeutung zu. Dies bringt große Chancen für die Radiomissionsarbeit mit sich.

Walter Fernandez ist seit Ende letzten Jahres mit seiner Frau Paula Ferreira für den italienischen Partner CRC tätig. Erst im November zogen sie von Brasilien nach Italien um. Nun befinden sie sich in der Lombardei in einem der Gebiete Italiens und Europas, wo der Ausbruch der Pandemie am stärksten ist. Doch das macht Walter Fernandez nicht unruhig. Vielmehr schreibt er:

Anfang November 2019 kamen wir in Italien an. Wir wussten, dass die Umgewöhnung und die Arbeit bei CRC anstrengend werden würde. Als im Februar das Coronavirus in unserem Land auftrat, mussten etliche Pläne verschoben werden. Trotzdem füllte Gottes Friede unsere Herzen. Im Lockdown hatten wir Zeit zur Reflexion. Wir begriffen, dass es nicht nur an der Zeit ist, zu erwarten, dass Gott große Dinge Gott in und durch die Pandemie tun möchte, sondern uns auch aktiv einzubringen und uns um die Menschen hier zu kümmern, wenn auch nur virtuell.

Wir wissen nun, dass unsere Ankunft in Italien genau zum richtigen Zeitpunkt geschah. Denn eigentlich war unser Umzug nach Italien erst im Juni oder Juli 2020 geplant. Aber Gott hat unseren Starttermin nach vorne verschoben und uns direkt ins Auge des Sturms gebracht, damit wir mit den Menschen hier in der Lombardei dieser Pandemie begegnen. Es gibt keinen besseren Platz für uns, als an dem Ort zu sein, wo unser himmlischer Vater uns haben will.

Es gibt keinen besseren Platz für uns, als an dem Ort zu sein, wo unser himmlischer Vater uns haben will. – Walter Fernandez, Mitarbeiter CRC Italien

 

Und das Team TWR Arabic Ministries schreibt: Wir danken Gott, dass wir immer noch in der Lage sind, unsere Arbeit zu tun, Botschaften der Hoffnung zu unseren Nutzern zu bringen und Menschen auf Jesus hinzuweisen. Er ist die wahre Quelle von Trost und Heilung.
 

Die Arbeit geht weiter, aber die Einschränkungen wachsen

Doch natürlich gestaltet sich für viele der TWR Mitarbeiter das Arbeiten nun schwieriger. In einigen Ländern sind Mitarbeiter bereits erkrankt. Zum Glück hat Gott in den meisten Fällen schon wieder Heilung geschenkt. Aber wir erleben: Auch wer das Reich Gottes baut, ist vor dem Virus nicht gefeit.

Für viele Mitarbeiter spielen aber auch praktische Fragen eine Rolle. Gerade in Regionen, in denen die Freiheit von Christen schon vor der Krise eingeschränkt war, ist das Arbeiten nun noch schwieriger geworden. Viele Leiter können die von ihnen betreuten Teams vor Ort auf unbestimmte Zeit nicht mehr besuchen. Ein Team in Zentralasien nahm bisher Sendungen im Nachbarland auf. Auch das ist nun nicht mehr möglich und es müssen andere Lösungen her.

In anderen Regionen wie etwa in Afrika verstärkt die Corona-Krisen bereits bestehende Krisen und Missstände. So droht in Kenia aufgrund einer Heuschreckenplage eine Hungersnot. Durch die Ausgangsbeschränkungen wird es jetzt noch schwieriger, gegen diese Plage effektiv vorzugehen. In Algerien ist es mittlerweile schwierig für die Menschen, an Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs zu kommen.

Ganz besonders hart trifft es jedoch Venezuela. Im Land herrschen schon seit einiger Zeit Hyperinflation und politische Unruhen. Durch die jetzige Situation ist nun der Ölpreis noch mal ordentlich gestiegen. So ist nun schon der Arbeitsweg für viele Mitarbeiter kaum bezahlbar. Auch gibt es im Land nur eine äußerst begrenzte intensivmedizinische Versorgung. Laut Steve Shantz, dem Leiter für die Region Lateinamerika, könnte ein Ausbruch des Virus dort katastrophale Folgen haben.

All diese Schwierigkeiten haben natürlich auch Einfluss auf die Arbeit der TWR Teams vor Ort und führen zu Sorgen und Nöten bei den Mitarbeitern.
 

Persönliche Nöte spielen auch eine Rolle

Hinzu kommen zum Teil dann noch ganz persönliche Sorgen. Einige Mitarbeiter müssen neben ihrer Arbeit auch komplett Kinderbetreuung und Homeschooling leisten. Und das alles in einer Situation, in der die Beschäftigungslage an sich schon für viele unter erschwerten Bedingungen steht. Andere leiden darunter, dass sie alte und kranke Familienmitglieder in der Heimat nicht besuchen können.

Philipp Rüsch leitet den Bereich Human Resources bei TWR Europa & CAMENA (Zentralasien, Mittlerer Osten, Nordafrika). Er berichtet mir:

Krisenmanagement und Krisenkommunikation ist nun ein wichtiger Teil unserer Aufgabe als Personaler. Wir versuchen unsere Mitarbeiter täglich zu ermutigen, sind mit allen in Kontakt, haben Empfehlungen an unsere Leiter und Mitarbeiter rausgeschickt und versuchen in Gesprächen besonders die Mitarbeiter zu unterstützen, die unter der Krise leiden, sei es an Einsamkeit oder weil sie mit der Gesamtsituation überfordert sind.

Krisenmanagement und Krisenkommunikation ist nun ein wichtiger Teil unserer Aufgabe als Personaler. Wir versuchen unsere Mitarbeiter täglich zu ermutigen. – Philipp Rüsch, Leiter Human Ressources für TWR Europa & CAMENA

 

Sorge für die eigenen Mitarbeiter – auch das steht also im Fokus, damit die Hoffnungsbotschaft von Jesu weiter in die Welt gesendet werden kann.


Auch Sie können uns helfen. Informieren Sie sich auf ERF GlobalHope über unsere Projekte und machen Sie die Anliegen unserer weltweiten Missionsarbeit zu Ihrem Anliegen. Vielleicht haben Sie gerade in diesen Tagen mehr Zeit zum Gebet. Einige ganz konkrete Anliegen haben wir hier für Sie kurz zusammengefasst.

Gebetsanliegen:

  • Beten Sie dafür, dass die Programme von ERF Medien und TWR gerade jetzt in der Krise Menschen ansprechen, ihnen neue Hoffnung geben und sie auf Jesus hinweisen.
  • Bitte beten Sie für Gesundheit und Bewahrung aller Mitarbeiter von ERF Medien und TWR.
  • Beten Sie, dass die Medienarbeit von TWR trotz aller Einschränkungen in der Corona-Krise weltweit fortgeführt und weiter ausgebaut werden kann.
  • Beten Sie dafür, dass Länder wie Venezuela oder Kenia, die durch Armut, Krisen und Hungersnöte bereits gebeutelt sind, von der Pandemie möglichst verschont bleiben, Unterstützung aus dem Ausland bekommen und die TWR Teams vor Ort weiter ihre Arbeit tun können.
     

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