/ Wort zum Tag

Zuflucht und Schutz

Wolf-Dieter Kretschmer über Ruth 2,12.

Bibelvers

Boas sprach zu Rut: Du bist gekommen zu dem HERRN, dass du unter seinen Flügeln Zuflucht hättest.

Ruth 2,12

In der Bibel wird die bewegende Geschichte von Ruth überliefert. Sie ist eine junge Frau gewesen, die Schweres erlebte. Früh in ihrem Leben wird sie Witwe. In der damaligen Gesellschaft ist das ein großes Problem, denn nun steht sie ohne Schutz und Versorger da.

Ruth trifft eine folgenreiche Entscheidung. Sie zieht mit ihrer Schwiegermutter, die ebenfalls verwitwet ist, zurück in deren Heimat. Die Entscheidung hat auch deshalb große Tragweite, weil Ruth ihre Familie, Heimat und Kultur verlässt, um in ein fremdes Land zu siedeln.

Für Ruth ist zweierlei klar: Sie will ihre Schwiegermutter so gut es geht unterstützen und sie will an den Gott Israels glauben. Diesem Gott will sie ihr Leben und ihre Zukunft anvertrauen.

Bei der Weizenernte lernt Ruth den in Bethlehem lebenden Bauern Boas kennen. Die beiden werden ein Paar und später die Urgroßeltern von König David. 

Bei ihrer ersten Begegnung spricht Boas Ruth an. Sichtlich beeindruckt von ihrem Glauben und Lebensstil und von der Entscheidung, die Ruth getroffen hat, sagt Boas:

„Du bist gekommen zu dem HERRN, dass du unter seinen Flügeln Zuflucht hättest“ (Buch Ruth 2,12. )

Dann bietet Boas Ruth Schutz an und die Möglichkeit, für ihr eigenes Auskommen und das ihrer Schwiegermutter zu arbeiten. Ruth soll nicht auf die Felder der anderen Bauern gehen, sondern auf Boas‘ Feldern Ähren lesen.

„Du bist gekommen zu dem Herrn“, hat Boas gesagt; Ruth, du hast dich dem Schutz und der Fürsorge des Allmächtigen anvertraut. Gott wird für dich sorgen.

Dann gebraucht Boas eine Redewendung, die jeder Bauer im Orient verstanden hat. Er sagt:  Du wirst unter Gottes Flügeln Zuflucht finden. Wie Küken unter die schützenden Flügel ihrer Mutter krabbeln, wenn Gefahr droht, so darfst du bei Gott deine Zuflucht finden.

An dieser Stelle möchte ich eine Brücke in die Gegenwart schlagen. Auch wenn der biblische Bericht aus einer längst vergangenen Zeit und einem anderen Volk stammt, der allmächtige Gott, von dem Boas spricht, ist immer noch derselbe. Und er bietet Ihnen und mir in Jesus Christus seine Zuwendung an.

Wenn Sie sich – so, wie Ruth – bewusst unter den Schutz Gottes stellen, gelten Ihnen die Verheißungen, die Jesus Christus macht. Und die klingen dann so: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Matthäusevangelium 11,28).

Kommen Sie durch Jesus Christus zu Gott, dem Vater. Suchen Sie Schutz und erleben Sie heute, wie er sie versorgen und aufrichten wird.


Kommentare

Von Kristian E. am .

Diese Geschichte von Ruth und Boas ist tief beruhigend. Zusammen genommen mit dem heutigen Text aus dem Neuen Testament über Phöbe, bekomme ich ein schönes Bild von der lieben Fürsorge unseres Herrn für uns, seine Kinder.

Von Pfr i. R. Dietrich T. am .

Danke für die Auslegung und den guten Brűckenschlag zum Neuen Testament. Nun gilt es, das Wort Gottes zu befolgen. Habe erst gestern wieder die besondere Fürsorge durch den Trōster und himmlischen Vater gemacht. Gelobt sei der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Ihnen viel Kraft und Segen für Ihren Dienst. In Jesus herzlich verbunden


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