/ Wort zum Tag

Wo ist Gottes Reich?

Monika Scherbaum über Matthäus 6,10.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Matthäus 6,10

Wo geht es zum Berg der Sinne? Wann kommt wieder ein Hinweisschild? Wie ist der Weg? Solche Fragen haben uns im Sommer beim Wandern in den Bergen bewegt.

Zur Orientierung halfen Karten, Google Maps oder Wegweiser. Wenn ich jedoch wissen möchte: „Wo ist Gottes Reich und wie kommt man dort hin?“ hilft mir keine Landkarte. „Vater unser im Himmel...“ ist das meistgesprochene Gebet der Christinnen und Christen in aller Welt. Es verbindet uns miteinander und ich kann es immer beten. Matthäus 6,10 erinnert uns daran.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe.

Die Bildgeschichten von Jesus über Gottes Reich sind so etwas wie Fenster, durch die hindurch wir sehen und ahnen können, was sich dahinter verbirgt. Jesus erzählt unter anderem vom kostbaren Schatz, vom Senfkorn oder vom barmherzigen Vater.

Zwei Dinge werden dabei deutlich:

1. Gottes Reich ist einerseits schon da - Gott selbst ist in Jesus zu uns gekommen. Damit ist das Reich Gottes „mitten unter uns“.

2. Andererseits ist Gottes Herrschaft noch nicht für alle Menschen sichtbar und erlebbar. Gottes Reich ist da, doch es ist auch noch im Werden.

Für mich heißt das, dass jeder Einzelne mitverantwortlich ist, ob das Reich Gottes nun erkennbar ist oder nicht. Es beginnt schon heute im Kleinen bei jedem Einzelnen. Wir alle können jeden Tag Neues beginnen. Ich lade zum persönlichen Nachdenken ein: Wie stehen Sie zum und denken Sie über das „Reich Gottes“?

Werfen Sie doch einmal einen Blick auf Ihr Leben mit seinen Themen:

Zum Beispiel auf das Geld: Wissen Sie, dass es Gott gar nicht beeindruckt, wieviel Geld Sie haben oder mal hatten? Im Spiegel der Ewigkeit ist es hundertprozent wertlos. Doch wir alle können jetzt schon einen Teil in das Reich Gottes investieren, die biblische Empfehlung lautet zehn Prozent spenden, damit andere Menschen Jesus kennenlernen.

Oder betrachten sie Ihren Umgang mit der anvertrauten Zeit: Auch wenn viele sich darauf freuen, endlich mit der Arbeit fertig zu sein. Wussten Sie, dass die „Rente“ an sich kein biblisches Konzept ist? Gott hat eine Aufgabe für unser Leben gegeben, solange es währt. Geben Sie Acht, dass Sie diese nicht verpassen, indem Sie zu viel mit netten Dingen wie Serienschauen, Handy- und Computerrecherche beschäftigt sind.

Es lohnt sich auch, unsere Fähigkeiten genau anzuschauen: Wie könnten Sie Ihre besondere Begabung einsetzen, um Gottes Reich nach seinem Willen schon hier auf der Erde mitzubauen?

Doch: Wie erkenne ich, was Gott will? Welche Schule soll ich besuchen - welchen Beruf erlernen? An wen soll ich mein Herz verschenken, um den richtigen Ehepartner zu finden?

Unsere Haltung sollte sein: Wie treffe ich gute Entscheidungen, die ich vor Gott verantworten kann.

Gott gibt uns genügend Informationen, dass wir uns nach seinen Maßstäben - den zehn Geboten - entscheiden können. Im 6. Kapitel des Matthäusevangeliums sind die Lebenspunkte in der Aussage von Jesus verdichtet: Trachtet zuerst nach Gottes Reich, dann wird euch alles zufallen. (Vers 33)

Das ist die gute Nachricht: Wir dürfen aufhören, uns um all diese begrenzten Dinge Sorgen zu machen und können uns stattdessen für Gottes Reich einsetzen. „Zutritt“ in das Reich Gottes erhalten wir, indem wir Jesus als König anerkennen. Wenn wir Jesus in unser Leben einladen, bereitet er uns jetzt schon eine Wohnung im Himmel. Die Ewigkeit ist ein Geschenk - wir können sie uns nicht verdienen. Jesus hat das alles schon für Sie und mich am Kreuz bezahlt.

Schon heute im Reich Gottes leben. Das beginnt mit einem Gebet z.B. so:

Herr, lass mich heute gute Entscheidungen nach deinen Maßstäben treffen, und lass in meiner Umgebung immer mehr Menschen unter deinen guten Einfluss kommen und dich erleben. Lass dein Reich kommen und deinen Willen geschehen. Amen.



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Kommentare

Von Detlef Wendt am .

Vielen Dank für die immer wieder aufbauenden Worte jeden Tag. Wünsche Ihnen allen Kraft und Gesundheit für das kommende neue Jahr


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