/ Wort zum Tag

Wenn Gott im Leben hilft

Werner Karch über 1. Chronik 28,20.

Bibelvers

David sprach zu Salomo: Gott der HERR wird die Hand nicht abziehen und dich nicht verlassen, bis du jedes Werk für den Dienst im Hause des HERRN vollendet hast.

1. Chronik 28,20

Haben Sie schon mal einen großen Auftrag bekommen, der Ihre ganze Kraft, Ihre Zeit und Ihre Fähigkeiten beansprucht hat – und noch darüber hinaus?

Die Bibel beschreibt König David als einen Mann, der in seinem Leben und in der Regierung seines Volkes Israel auf Gott hörte. Er übertrug seinem Sohn Salomo eine große Aufgabe: Er sollte einen Tempel in Jerusalem bauen, in dem die Menschen des Volkes Israel Gott begegnen konnten. Ein Bauwerk zur Ehre Gottes, in dem Gottesdienste und Feiern abgehalten werden konnten, mit umfangreichen musikalischen Aktivitäten.

Ein riesiger Auftrag war das. Das Haus Gottes sollte in seiner Bauweise, mit seinen kunstvollen Stein- und Holzarbeiten auf Gott hinweisen und ihn ehren. Das beste Material und die besten Baumeister waren gerade gut genug. Eine riesige Verantwortung für einen jungen Mann, der gerade König geworden war und auch noch ein Volk zu regieren hatte.

Salomo war am Anfang wenig mit den Amtsgeschäften als König vertraut. Er sollte regieren, Recht sprechen, für die Belange des Volkes sorgen und dann noch ein Gotteshaus bauen.

In der Bibel lese ich, dass Salomo zu Beginn seiner Zeit als König vollkommen überfordert war. Dies war ihm auch selbst sehr schmerzlich bewusst. In seiner Verzweiflung betete er zu Gott um Weisheit und Wissen, um die riesigen Aufgaben, die vor ihm lagen, bewältigen zu können. Er wollte dem Volk ein guter König sein und richtig handeln. Gott gefiel seine Haltung und er sagte ihm Weisheit und Wissen zu. Er selbst wollte ihn unterstützen.

Wie geht es Ihnen, wenn Sie so etwas hören? Da gesteht einer, der gerade König geworden ist, seine Schwachheit ein und bittet um Gottes Hilfe. Wollen Sie von so einem König oder, wie heute, Regierungschef regiert werden?

Salomo wusste, was er tat. Niemand konnte ihm dieses Amt abnehmen oder es für ihn erledigen. Er wandte sich an den, von dem er wusste, dass er ihn nicht hängenließ, dass er ihm helfen würde.

Mir geht es oft so. Trotz beruflicher Erfahrung können mich neue Aufträge ganz schnell an meine Grenzen führen. Nicht immer ist alles Routine – ich muss Entscheidungen treffen, Probleme lösen, Widrigkeiten aushalten, Fehler anderer korrigieren, muss hartnäckig hinter den Aufgaben her sein. Oft bin ich als Mensch damit total überfordert.

Es wäre schwierig für mich, wenn nicht der da wäre, der mir sagt: „Ich will Dich nicht verlassen, noch Dich fallenlassen!“. Das ist Gott. Seine Zusage nehme ich ernst, weil ich weiß, dass er seine Zusagen ernst nimmt. Weil ich weiß, dass Gott den nicht im Stich lässt, der ihm vertraut.

„Einfach und naiv“ würden Sie vielleicht sagen. Ja, ist es, das stimmt. Aber: Ich bin noch nie enttäuscht worden von dem, der mir diese Worte zugesagt hat. Er sagt sie zu und kann sie auch tatsächlich halten.

Ich muss mir nicht ständig vormachen, dass ich das schon irgendwie schaffen werde. Ich brauche mir nicht zu beweisen, dass ich mit den Problemen alleine fertig werden kann. Ich darf auf Gottes Hilfe, wie sie sich auch immer gestaltet, vertrauen.

Salomo hat einen weltberühmten Tempel für Gott gebaut. Ich habe in meinem Leben kein solches Monument gebaut. Aber jeder Mensch baut in seinem Leben etwas, beruflich, privat, in Beziehungen, zu Menschen und zu Gott. Dies geschieht durch die Art der eigenen Lebensgestaltung und des persönlichen Lebensplanes.

Wie ist das Bauwerk geworden? Was ist daraus entstanden?

Wunderbar, wenn ich sagen kann, es ist gut geworden. Trotzdem musste ich vieles lernen, Fehler machen, scheitern, korrigieren, neu anfangen. Aber: Es ist gut geworden, dank dessen, der sagt: „Ich will Dich nicht verlassen noch fallenlassen“. Ich weiß nicht, wie es ohne Gott geworden wäre, aber ich bezweifle, dass es diese Qualität hätte.

Haben Sie das in Ihrem Leben auch erlebt?



Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.

Das könnte Sie auch interessieren