/ Wort zum Tag

Was für ein Tag!

Volker Teich über 1. Samuel 7,12.

Die Bibel erzählt uns packende Glaubensgeschichten. Samuel, der große Richter Israels, lud sein Volk nach Mizpa ein. Und tatsächlich, sie kamen alle. Die Fürsten und einfachen Leute, Groß und Klein. Es wurde eine Art ergreifender Kirchentag in Mizpa.

Im Volk spürte man, dass die Sache mit Gott bei ihnen nicht in Ordnung war. Sie bekannten vor Gott ihre Schuld und versprachen einen Neubeginn des Glaubens mit Gott. Das war ein Fest!

Doch bei diesem Kirchentag geschah etwas Unfassliches: Die Fürsten der Philister hatten Nachricht bekommen von diesem Kirchentag. Und so planten sie Furchtbares. Sie wollten das Volk Israel während des Gottesdienstes angreifen und vernichten. Unerhört! Und tatsächlich, als die Israeliten fröhlich Gott lobten, ihre Schuld bekannten, da sahen sie plötzlich die Heere der Philister um sich herum.

Sie sahen, wie die Philister mit gezogenen Schwertern immer näherkamen. Entsetzt schauten alle auf Samuel und schrien: „Samuel, Samuel, bete doch für uns zum Herrn!“ Samuel kniete nieder und betete. Er stand auf, nahm ein Tier und opferte es auf dem Altar. Die Philister schien dies nicht zu beeindrucken. Sie rückten noch näher. Als sie zum Sturm auf das Volk Israel ansetzen wollten, brach plötzlich ein gewaltiger Gewittersturm los. Ein Gewitter, wie es kaum jemand erlebt hatte. Die Philister erschraken. Schrecken hatte sie gepackt. Sie konnten nicht anders. Sie mussten fliehen. Gott hatte sein Volk errettet.

Samuel sah ein paar große Steine. Er richtete sie auf und nannte diesen Ort Eben Ezer „Steine der Hilfe“. Und dann sprach er diesen Satz: „Bis hierher hat uns Gott geholfen!“ (1. Samuel 7, Vers 12) Staunend, fast stammelnd, sagte er diesen Satz: „Bis hierher hat uns Gott geholfen!“

Ja, bei uns Christen läuft nicht alles glatt! Es stimmt nicht: Glaube an Jesus und alles ist gut. Nein, oft ist es bei uns so wie in Mizpa. Da ist die großartige Gottesbegegnung. Da haben wir eine große Erfahrung mit Gott gemacht. Aber das Dunkle in unserem Leben, das, was uns Angst macht, ist nicht einfach weg. Es ist da! Ganz dicht neben der großen Erfahrung des Glaubens ist das Bedrohliche noch da.

Wie gut, wenn wir jemanden haben. Es muss nicht gleich der große Richter Samuel sein. Nein, es reicht eine Schwester oder ein Bruder, der für uns betet. Und wenn wir selbst gar nicht mehr beten können, dieser Bruder und diese Schwester beten. Und wie oft erfahren wir es dann auch: Gott ist mitten in der Dunkelheit da. Der gute Hirte Jesus hält uns mitten in der Dunkelheit in seiner Hand.

Und wie oft dürfen wir es dann auch staunend sagen: „Bis hierher hat mich Gott gebracht!“ Staunend darf ich dann die Geschichte meines Lebens durchgehen und überall Spuren Gottes entdecken.

Samuel richtet Steine auf. Eben Ezer nannte er diesen Ort: Hilfssteine. Haben Sie auch solche Hilfssteine? Schauen Sie sich doch einmal Ihre Wohnung oder Ihr Zimmer an. Gibt es da nicht Gegenstände, die Sie an die Hilfe Gottes in Ihrem Leben erinnern? Es müssen ja nicht riesengroße Steine sein. Es kann ein Bild oder ein Buch sein.

Gehen Sie es doch heute einmal durch. Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer wieder sagen können: Ja, bis hierher hat uns der Herr geholfen, bis hierher hat mich Gott gebracht.


Kommentare

Von Walter H. am .

Ich danke Ihnen für Ihren segensreichen Beitrag

Von karolina am .

Vergelts GOTT

Von B.Lukas am .

Mir fiel beim hören des Bibelverses gleich ein Gemeindelied ein, das ich hier gerne weitergeben möchte:

EG 329, 1-3 Bis hierher hat mich Gott gebracht
Text von Ämilie Juliane Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt (1637-1706) Melodie von Peter Sohren (1630-1692)

Liedtext:
Bis hierher hat mich Gott gebracht
durch seine große Güte,
bis hierher hat er Tag und Nacht
bewahrt Herz und Gemüte,
bis hierher hat er mich geleit',
bis hierher hat er mich erfreut,
bis hierher mir geholfen.
Hab Lob mehr


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