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Sterndeuter

Hartmut Völkner über Jesaja 47,13-14.

Bibelvers

Es sollen hertreten und dir helfen die Sterngucker, die an jedem Neumond kundtun, was über dich kommen werde! Siehe, sie sind wie Stoppeln, die das Feuer verbrennt.

Jesaja 47,13-14

Ich schlage die Fernsehzeitung auf und finde sehr schnell mein Horoskop. Da steht: “Sie sollten sich jetzt jemandem anvertrauen, den Sie gut kennen. Das nimmt den inneren Druck“. Wer ist das eigentlich, der mir diesen Tipp gibt? Auf jeden Fall keiner, der mich kennt, sonst würde er mir ja nicht sagen, dass ich mich jemand anvertrauen soll, den ich gut kenne. Unten auf der Seite steht, dass ich für 1,59 € pro Minute – das sind in der Stunde 95,40 €- in einem persönlichen Gespräch zu allen Bereichen meines Lebens eine detaillierte Antwort von einem erfahrenen Berater bekomme, den ich wiederum auch nicht kenne.

Wahrsagerei und Hellsehen, das Lesen im Kaffeesatz oder in den Sternen ist seit Jahrtausenden üblich. Jeder Fünfte in Deutschland glaubt an das Horoskop. Bei Untersuchungen vieler Vorhersagen und Tipps stellte sich heraus, dass ihr Wahrheitsgehalt nicht höher ist, als der Zufall erwarten lässt. Vorhersagen bleiben also im Zufallsbereich.

Beliebte Themen des Wahrsagens sind: Liebe, Gesundheit, Krankheit, Geld, Schicksal, Krieg und Katastrophen. Wenn jemand Horoskopen und Wahrsagern glaubt, gibt er ihnen eine große Macht über sein Leben.

Offensichtlich hat der Fragende trotz Nachdenkens und Redens mit Freunden keine Antwort gefunden. Er hat Angst vor der Zukunft oder dem Schicksal, das ihn ereilt. In dieser Situation übernimmt der Wahrsager die Entscheidung, entmündigt den Fragenden und manipuliert ihn mit scheinbar unhinterfragbarem Wissen, das ihm Sterne, Kugeln, Karten oder Handlinien zur Verfügung stellen.

Der Handelnde hinter dem Schicksal bleibt geheimnisvoll, unerreichbar und fremd. Es ist keine Person. Das Schicksal ist keine Person, es hat keinen Namen und keine Adresse.

Ganz böse reagiert der Prophet Jesaja auf die Sterndeuter und vor allen Dingen auf die, die an sie glauben. Fragende übergeben den Sterndeutern Macht, Geld und Herrschaft und werden unfrei.

Jesaja sagt im 47 Kapitel in den Versen 13-14: Es sollen hertreten und dir helfen die Sterngucker, die an jedem Neumond kundtun, was über dich kommen werde! Siehe, sie sind wie Stoppeln, die das Feuer verbrennt.

Der Prophet scheut die Konfrontation mit der Wahrsagerei nicht.

Er kennt aber den Herrn der Welt. Gott hat sich ihm bekannt gemacht. Er hat einen Namen. Er selbst hat sich offenbart. Gottes Wunsch ist es, offensichtlich zu werden und nicht im Wissen der Hellseher verborgen zu sein.

In Jesus Christus hat er sogar ein Gesicht bekommen, einen Namen. Gott zeigt in Jesus sein Herz und lädt alle Mühseligen und Beladenen, alle Glücklichen und Fröhlichen zu sich ein. Keine Geheimniskrämerei mit seinem Willen und kein Versteckspiel.

Und noch in einem überholt er das Wissen aller Wahrsager weit. Sie können bestenfalls den Tod und die Katastrophe verkünden. Jesus ist der Sieger über den Tod. Seine Verheißungen enden nicht mit dem Sterben, sondern verheißen eine ewige Heimat bei ihm.

Ich werfe die abgelaufene Fernsehzeitung in die blaue Tonne, denn die Horoskope in ihr sind wie Stoppeln, die das Feuer verbrennt.

Ich vertraue mich dem an, der mich gut kennt. Jesus Christus. Das nimmt den inneren Druck. 



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Kommentare

Von Jörg D. am .

Stark! Wenn's die Menschheit doch hören und begreifen würde. Danke, dass Sie heute Gott durch Jesaja in unsere Gegenwart sprechen lassen haben.


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