/ Wort zum Tag

Lass dich aus der Ruhe bringen

Walter Undt über Epheser 1,7.

Bibelvers

In Jesus Christus haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade.

Epheser 1,7

Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sagen sich so viele, wenn sie hören, dass ein Leben ohne Christus letzten Endes in die falsche Richtung läuft. Ewigkeit? Wieso denn das! Man hat doch eine Menge Spaß und freut sich über dies und das und ehe man sich ändern will, da ist man lieber einfach still!

Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Nur nicht das Gesicht verlieren und am besten gar nicht rühren,

gar nicht erst damit befassen - nur nicht irre machen lassen!

An dieses Lied von Manfred Siebald musste ich denken, als ich mich mit dem Bibelwort aus dem Epheserbrief zu beschäftigen begann. Dort heißt es:

In Jesus Christus haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade.

Sünde und Erlösung. Das sind zu harte Begriffe für unsere Zeit, die im Superweichwaschprogamm ihren Alltag gestaltet, die von Spaßprogramm zu Spaßprogramm wechselt, ständig auf der Suche nach neuer Belustigung ist.

Man will sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Man will weiter leben, weil das Leben oft so gut und bequem und schön ist.

Ich möchte - nein, ich muss Sie heute aus dieser bequemen Ruhe herausholen, weil der lebendige Gott Ihnen und mir dieses Bibelwort als Anstoß gegeben hat!

Stellen Sie sich bitte einmal ein weißes Blatt Papier vor, auf das wir nun gemeinsam etwas malen:

Auf der linken Seite malen Sie ein Dreieck als ein Symbol für Gott, auf die rechte Seite ein Strichmännchen für sich selbst. Dieses Bild symbolisiert, wofür Gott Sie und mich geschaffen hat: Zu einem Leben in Gemeinschaft mit Gott. Im Paradies war es zunächst auch so. Dann kam der Wunsch des Menschen nach mehr. Angestachelt durch Satan, verführt durch blendende Versprechungen, entschied der Mensch, lieber Satan zu glauben als Gott. Es kam zu einem Bruch in der Beziehung Gott - Mensch. 

Nun malen Sie einen großen Graben zwischen Gott und Mensch und schreiben das Wort „Sünde“ in den Graben. Denn das meint die Bibel, wenn sie von Sünde spricht: einen Zustand, der uns von Gott trennt.

In diesen Zustand werden wir nun alle hineingeboren, ob wir wollen oder nicht. Alle Menschen beginnen ihr Leben in dem rechten, von Gott getrennten Bereich. Wir haben eine Kluft zwischen uns und Gott, die keiner von uns überbrücken kann. Keiner!

Gott liebt seine Menschen aber immer noch: unverändert und grenzenlos. Darum hat er sich in Jesus für uns geopfert, um so eine Brücke über diese Kluft zu schaffen. Jesus ist die Brücke geworden, der Weg zurück zum Vater. Malen sie nun eine Brücke über die Kluft und schreiben Sie „Jesus“ darauf!

Ihre Zeichnung bildet jetzt die drei Aussagen unseres Bibelwortes ab:

Was hat diese Brücke Jesus gekostet?

Sein ganzes Leben. Mit seinem Blut hat er unsere Schuld bezahlt.

Was haben wir davon?

Wir dürfen unser Leben mit allen Macken und mit unsere  persönlichen Vergangenheit zu Jesus bringen, wir dürfen Vergebung erfahren.

Reicht das denn aus, was Jesus damals tat?

Ja! Der Reichtum Gottes ist groß genug. Sein Opfer ist unüberbietbar. Es reicht. Wir dürfen nicht den Fehler machen und auf die Größe unserer Schuld sehen. Wir müssen auf die Größe des Opfers Gottes sehen. 

Das ist Jesu Einladung heute an Sie und mich: Bring dein Leben mit Gott in Ordnung - zum ersten Mal oder wieder einmal! Hör auf, dich ablenken zu lassen! Hör auf, dir einreden zu lassen, dass deine Schuld zu groß sei. Das ist bodenloser Hochmut! Was Jesus getan hat, reicht. Seine Gnade reicht für alle und alles.

Du musst dich nur aus der Ruhe bringen lassen - oder wie Manfred Siebald es in seiner letzten Liedzeile formulierte:

Lass dich doch mal aus der Ruhe bringen. Fang mal wieder an zu denken, hör auf, von dir abzulenken, Gott fragt dich nach deinem Leben und du sollst ihm Antwort geben!


Kommentare

Von Silke am .

Ich wurde und werde aus meiner Komfortzone geholt, dies scheint ein Zeichen von Gott zu sein, danke lieber Vater

Von URö am .

Danke, sehr geehrter Herr Undt!
Es liest sich gut. Mir tut es gut!
Herzlichen Gruß


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