/ Wort zum Tag

Keine Angst vor der Zukunft!

Thomas Eger über Micha 5,3.

Bibelvers

Er wird herrlich werden bis an die Enden der Erde.

Micha 5,3

Er muss innerlich gekocht haben. Äußerlich erscheint er seinen Besuchern gegenüber ruhig und gefasst. Doch das, was ihm diese Leute da mitteilen, das ist äußerst brisant. Das bedrohte seine Existenz. Es geht um sein Überleben und um das seiner Sippe.

Schließlich war er nicht irgendwer! Er war der König des Landes. Und da erscheinen plötzlich diese Fremden bei ihm und fragen nach, wo denn nun der neugeborene König der Juden sei. In seiner Familie gab es kein Baby, das erst vor kurzem geboren worden war.

Was diese religiösen Männer aus dem Osten wissen wollen, das muss seine Wurzel in der Vergangenheit haben. Er war zwar der König der Juden – aber kein Nachkomme aus einer alten jüdischen Dynastie. Schon gleich gar nicht aus jener Linie, die auf den sagenhaften König David zurück ging. Genau genommen war er nicht einmal ein rechter Jude. Krass ausgedrückt war er sogar ein „reingeschmeckter“ König. Er hatte sich seine Herrschaft clever aus der Hand der römischen Herrscher erworben. Aber von deren Gunst hing seine Existenz dadurch total ab. Er war kein freier König.

Von diesem Königssohn aus der Stammlinie des David wusste er. Der sollte einmal ein mächtiger Herrscher werden. Als der Messias Gottes wurde er im Volk leidenschaftlich herbeigesehnt. Ob der jetzt wohl geboren worden war?

Er musste der Sache auf die Spur kommen! Er musste dem Ganzen einen Riegel vorschieben! Aber erst einmal musste er Klarheit haben, wie das alles zusammenhing. Die Priester mussten her und die religiösen Köpfe des Volkes. Sie sollten mal gründlich in ihren alten Schriften nachforschen, was da dran war an einem König der Juden, der erst vor kurzem geboren sein sollte.

Und tatsächlich, diese Gelehrten werden fündig. In einem ihrer Prophetenbücher steht etwas von Geburt und Geburtsort. Bethlehem würde das sein. Das erzählt er dann auch seinen Besuchern. Für ihn sollten sie nun genau herausfinden, wo dieser Knabe geboren ist. Und dann würde er Geschichte schreiben. Schnell, brutal und radikal. Ihn würde keiner vom Thron stoßen. Nur der Tod, der würde sein Ende sein wie bei allen. Das waren die Ziele von König Herodes, dem Großen.

Und Gottes Ziele? Davon steht mehr drin in diesem Prophetenbuch. Dass sein Sohn Jesus in Bethlehem geboren wurde, ist das Eine. Dass er ein mächtiger Herrscher sein wird, das ist das Andere. Wörtlich heißt es dazu (Micha 5,3): „Er wird herrlich werden bis an die Enden der Erde!“ Ein anderer Bibelübersetzer formuliert es sogar so: „…denn jetzt reicht seine Macht bis an das Ende der Welt!“

Kein Wunder, dass König Herodes damals Panik bekam, als er von der Geburt dieses mächtigen Herrschers erfuhr. Aber diese Angst war unnötig. Gott schreibt anders Geschichte als die mächtigen Herrscher dieser Welt. Gott hat Zeit. Er kann es sich leisten, zwischen diesen beiden Aussagen mal kurz ein paar Tausend Jahre Pause zu legen! Vor rund 2.000 Jahren wurde sein Sohn als Mensch geboren. Die zweite Aussage steht noch aus, dass die Macht von Jesus Christus herrlich ist bis an das Ende der Welt.

Darum keine Sorge! Am Ende wird geschehen, was Gott angekündigt hat. Und nicht das,  wovor wir Menschen Angst haben.


Kommentare

Von Jörg D. am .

Vielen Dank für das "Schlussplädoyer". In den Wirren und der scheinbar unaufhaltsamen Orientierungslosigkeit weltweit braucht es den Blick auf das Wort unseres unwandelbaren Gottes. Gegen das Erschrecken und die Ängste der Menschheit braucht es das Vertrauen auf den starken Gott der Juden. Er hat in Christus Jesus schon gesiegt und wird es einst für alle offenbar machen. Aber genau darin sollte unsere Sorge liegen, denn: Wie Herodes und so vielen anderen einfacheren Leuten wird das nicht zur Freude geschehen... Sagen wir das unseren Mitmenschen im Alltag deutlich genug?!


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