/ Wort zum Tag

Heilung durch Gebet ist mehr als Gesundheit

Heinz-Günther Brinken über Jakobus 5,16

Bibelvers

Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet.

Jakobus 5,16

Das Gebet ist die grundsätzliche Lebensäußerung unseres Glaubens. In allen Situationen, wenn es anderen Menschen oder uns schlecht geht: Vor allem dann, wenn wir gute Zeiten erleben können. Merkwürdig ist nur, dass bei guten Anlässen das Gebet manchmal vergessen wird. Vielleicht stimmt es dann doch, dass die Erfahrung von Not das Beten lehrt?

Für den heutigen Tag wurde ausgewählt ein Satz aus dem Neuen Testament zum Thema Gebet in Notlagen. Dazu lese ich aus dem Jakobusbrief Kap. 5 den 16.Vers: „Darum bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet.“

Vielleicht denken Sie jetzt: Genau! Das Wichtigste ist doch die Gesundheit! Diese steht tatsächlich auf Platz 1 der Wunschlisten zum Geburtstag, vermutlich umso häufiger, je älter ein Mensch wird.

Gesundheit ist schön, aber Heilung ist besser. Sie hilft und tröstet auch, wenn man krank bleibt. Denn Heilung betrifft auch unser Herz und unsere Seele. Denn sie steht im Zusammenhang mit Vergebung von Schuld und Belastungen.

Die mit Krankheit verbundenen Spannungen und Erschütterungen des Glaubens werden in der Bibel häufig beschrieben. Krankheit wird nicht einfach hingenommen, sondern im Glauben und im Gebet wird um Heilung und Kraft gebeten. Im Mittelpunkt steht dabei Jesus Christus. Die von ihm vollzogenen Heilungen waren Zeichen des Reiches und der Macht Gottes, welche nun die Menschen erreichen. In diesem Zusammenhang wird die Sünde als die schlimmste Krankheit genannt. Sünde ist die Krankheit zum Tode. Denn sie trennt uns von Gott und macht das Leben kaputt. Unser Leben aber soll um Gottes Willen heil werden.

Und dazu kommen Gespräch und Gebet füreinander zum Einsatz. Wichtig ist ein soziales und geistliches Klima, das von Offenheit und Korrekturbereitschaft gekennzeichnet ist.

Diese Grundeinstellung wird im zweiten Satz vom Vers 16 angesprochen: „Das Gebet eines Menschen, der sich nach Gottes Willen richtet, ist wirkungsvoll und bringt viel zustande.“

Damit ist gemeint: Ehrlich mit einander reden und dann beten. Stellen Sie sich die Frage: Wo gibt es unter uns Reden und Verhalten, das uns belastet und sogar krank machen kann?

Vor allem dürfen keine egoistischen Absichten der Anlass und Inhalt des Gebets sein. Gebete, die nicht dem Willen Gottes und dem Wesen von Jesus entsprechen, werden nicht erhört oder zumindest korrigiert.

Unser Gebet sei also nicht perfekt, aber ehrlich! Es hilft auf jeden Fall. Mit dem ehrlichen Gebet meine ich: Ich weiß, dass meine Gedanken unvollständig sind. Oder ich finde keine Worte und meine Wahrnehmung ist begrenzt. Ich vergesse, übersehe oder überhöre etwas. Darum gehört folgende Bitte, ob ausgesprochen oder im Herzen bewegt, dazu: Herr, erbarme dich! Das Gebet des Glaubens ist Beten im Vertrauen auf den Heiland Jesus Christus. Aufrichten, trösten und stärken ist seine Spezialität. In aller Demut bitten wir. Es bleibt Christus überlassen, wie er das Gebet erhört.

 


Kommentare

Von Alfred A. Ja am .

Diesen Beitrag finde ich sehr gut und sehr wichtig. Vielen Dank

Von Brigitte R. am .

Guten Morgen Herr Brinken,
das "Wort zum Tag" heute gibt mir gute Anregung für meine wöchentliche Andacht im Pflegeheim.


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