/ Wort zum Tag

Gottes Kraft verändert Leben

Claudia Schmidt über 2. Timotheus 3,16.

Bibelvers

Alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.

2. Timotheus 3,16

„Durchfahrt Verboten!“ Ich sehe das Schild, zögere einen Moment. Aber dann setze ich den Blinker und biege doch ab in den verbotenen Feldweg. „Wird schon gut gehen“, denke ich. Die Abkürzung durch die Felder spart mir ein paar Kilometer Autofahrt und Zeit. Kurz bevor ich wieder auf die Hauptstraße einbiegen will, begegnet mir ein Fußgänger. Mit ernster Miene und einem kurzen Wink gibt er mir zu verstehen, dass ich anhalten soll. Ich bleibe stehen und lasse die Autoscheibe herunter. „Hier ist Durchfahrt verboten. Haben Sie das Schild nicht gesehen?“, weist er mich zurecht. „Ja, ich weiß. Tut mir leid“, antworte ich etwas kleinlaut und schuldbewusst. Der Mann hat Recht. Ich habe die Verkehrsregel missachtet.

Es gibt viele Regeln für den Alltag, die ich kennen und einhalten soll: Parken Sie bitte nur auf den vorgesehenen Flächen! Das Betreten der Baustelle ist verboten! Meistens halte ich mich an die Regeln. Manchmal umgehe ich sie aber auch. Zum Bespiel, wenn ich denke, dass es ja nur ein kleines Vergehen ist. Oder wenn ich irgendeine gute Entschuldigung finde, es anders zu machen. Dann setze ich meine eigenen Maßstäbe.

Die Bibel berichtet auch von Menschen, die sich ihre eigenen Maßstäbe setzen. Dabei sind sie so selbstbezogen und böse, dass ein friedliches und geordnetes Zusammenleben unmöglich ist. Jeder lebt nach seinen eigenen Regeln. Am Ende herrscht nur noch Ungerechtigkeit und Chaos.

„Die Menschen sind selbstverliebt, geldgierig, prahlerisch und arrogant. Sie lästern Gott und verachten ihre Eltern. Sie sind undankbar, lieblos, unversöhnlich und böse“. So beschreibt der Apostel Paulus das Verhalten der Menschen in den letzten Tagen, bevor Jesus auf die Erde zurückkehrt, nachzulesen im 2. Timotheusbrief, Kapitel 3.

In diesem Brief ermutigt Paulus seinen Mitarbeiter Timotheus, bei dem zu bleiben, was er von Kind auf gelernt hat. In einer Zeit, in der die Leute gerne miteinander streiten und diskutieren, was gut und wahr ist, soll er Gottes Maßstäbe hochhalten. Das ist keine leichte Aufgabe für den noch jungen Timotheus. In 2. Timotheus 3,16 sagt Paulus: „Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit.“

Die Situation ist heute nicht viel anders, als damals vor gut 2000 Jahren. Auch heute gibt uns die Bibel Orientierung. Gottes Wort setzt Maßstäbe für ein Leben in Gerechtigkeit, Frieden und Liebe. Um das für mich zu erkennen und auch danach zu leben, sind drei Dinge wichtig:

1. Gottes Wort ist gut

Ich erkenne, dass Gottes Wort und die Regeln und Maßstäbe, die er darin setzt, gut sind. Die zehn Gebote sind gut. Sie sind der von Gott gesteckte Rahmen, in dem ein Zusammenleben in Gerechtigkeit, Frieden und Liebe möglich ist. Diese Maßstäbe bauen auf und schaffen Leben. Das erkenne ich und vertraue Gott.
 

2. Gottes Wort ist wahr

Paulus sagt, dass die gesamte Schrift von Gott eingegeben ist. Das heißt, sie ist aus seinem Geist hervorgegangen. Das erkenne ich als Wahrheit an. Und damit akzeptiere ich auch Gott als Autorität in meinem Leben. Sein Wort und seine Maßstäbe geben mir Richtung und Orientierung.
 

3. Gottes Wort hat Kraft

Gottes Worte haben die Kraft, Leben zu verändern. Gottes Wort zeigt mir, wo ich falsch liege. Wo ich zerstöre, statt aufzubauen. Wo ich Streit säe, statt Frieden zu stiften. Wo ich nicht nur auf verbotenen Feldwegen unterwegs bin, sondern vielleicht sogar in der Gefahr stehe, als Geisterfahrer das Leben anderer zu gefährden.
 

Ich brauche die verändernde Kraft Gottes in meinem Leben. Jeden Tag aufs Neue. Und Sie – glauben Sie, dass Gottes Wort gut und wahr ist und dass es die Kraft hat, auch Ihr Leben zu verändern?

 


Kommentare

Von Hedy am .

Danke Frau Schmidt, fuer Ihre Worte. Genaue so ist es und ich koennte noch Vieles dazu sagen. Paulos hat ja soooo Recht!!!

Von Walther Weih, Witten am .

Merci Vielmals, Frau Schmidt!


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