/ Wort zum Tag

Gott und zornig?

Joachim Seule über Jesaja 48,9.

Bibelvers

Um meines Namens willen halte ich meinen Zorn zurück, und um meines Ruhmes willen bezähme ich mich zu deinen Gunsten, dass ich dich nicht ausrotte.

Jesaja 48,9

Von Gottes Zorn zu reden ist heute eher ungewöhnlich. Außerdem scheint es vielen Menschen nicht in ihr Gottesbild zu passen. Gott und zornig? Nein, das ist dem heutigen Menschen kaum zu vermitteln.

Wie ist es aber damit in der Bibel - dem Wort Gottes? Bei Jesaja 48,9 heißt es: „Um meines Namens willen halte ich meinen Zorn zurück, und um meines Ruhmes willen bezähme ich mich zu deinen Gunsten, dass ich dich nicht ausrotte.“

Israel hatte sich von Gott abgewendet. Es diente anderen Göttern. Sie hatten sich Altäre für die heidnischen Gottheiten gebaut. Nicht nur in Jerusalem, sondern überall im Land. Damit einher gingen auch soziale Missstände. Arme wurden unterdrückt. Witwen und Waisen nicht versorgt. Fremde wurden bedrängt.

Dieses geschah zur Zeit des Jesaja nicht zum ersten Mal. Schon während der Wüstenwanderung hatte sich Israel einen anderen Gott gemacht. Dieser ist als das goldene Kalb bekannt. Damals wollte Gott sein Volk ausrotten und mit Mose ein neues Volk entstehen lassen. Mose aber bat Gott um Verschonung. Gott erhörte das Gebet von Mose. In 2. Mose 32 steht: „Da gereute den HERRN das Unheil, das er seinem Volk zugedacht hatte.“

Ein andermal verbietet Gott aber dem Propheten Jeremia, für sein Volk zu beten.

Gegen Ende der Königszeit wurde fast ganz Israel nach Babylon verschleppt. Aber nie hat Gott sein Volk ganz ausgerottet. Er hat seinen Zorn zurückgehalten. Er hat sich bezähmt zu Gunsten seines Volkes. Warum? Nicht wegen seines Volkes, sondern wegen seines Namens und seines Ruhms.

Es geht Gott um seine Ehre. Sein Name ist heilig. Er wollte die Sünde seines Volkes nicht einfach so hinnehmen.

Er nimmt bis heute Sünde nicht einfach so hin.

„Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“ So spricht Gott durch den Propheten Jeremia. Es ist Liebe, die Gottes Herz bewegt. Es war aus Liebe zu Israel und zur ganzen Menschheit, dass Gott Jesus auf unsere Erde geschickt hat. Jesus Christus hat aus Liebe zu den Menschen aller Zeiten den Zorn Gottes auf sich genommen.

Wegen Jesus hält Gott auch heute noch seinen Zorn zurück. Aber das wird leider nicht immer so bleiben.

Das Böse muss reifen. Wenn die Zeit gekommen ist, wird Gottes Zorn vom Himmel offenbart werden. Die Menschen aber, die bei Jesus Christus Zuflucht gesucht haben und suchen, werden vor diesem Zorn bewahrt.

Das ist die wirklich frohe und gute Botschaft: Wer an Jesus Christus glaubt, den wird Gottes Zorn nicht treffen. Wer nicht glaubt, über dem bleibt der Zorn Gottes in Ewigkeit. Wer durch Gottes Wirken von neuem geboren wird, der wird sein Kind. Und seine Kinder werden bei IHM sein in Ewigkeit. Sie werden ihn sehen. Sie werden im Licht sein. Sie werden seine Liebe erleben wie nie zuvor.

Durch Jesus Christus streckt Gott seine Hand zur Versöhnung aus. Zu allen Menschen. Auch zu Ihnen. Werden Sie seine Hand ergreifen? Schlagen sie ein. ER liebt Sie!



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