/ Wort zum Tag

Gott ist der einzige Retter

Alexander Nussbaumer über Jesaja 43,11.

Bibelvers

Ich, ich bin der HERR, und außer mir ist kein Heiland.

Jesaja 43,11

Der folgende Vers will uns in den heutigen Tag geleiten: „Ich, ich bin der HERR, und keinen Retter gibt es außer mir.“ (Jesaja 43,11)

Das tönt ziemlich unbescheiden. Und es liegt quer zu unserem Zeitgeist.

„Jeder soll nach seiner Fasson selig werden“. Diese Bemerkung geht auf den preußischen König Friedrich II. zurück. Er bekam eine Anfrage, ob die römisch-katholischen Schulen wieder abgeschafft werden sollten. Friedrich schrieb folgendes an den Rand der Eingabe:„Die Religionen müssen alle toleriert werden und der Fiscal muss nur das Auge darauf haben, dass keine der andern Abtrug tue, denn hier muss ein jeder nach seiner Fasson selig werden.“

Die Toleranz wurde inzwischen zu einem Dogma. Alle Religionen sind gleich gültig, gleichwertig. Es ist ohnehin alles relativ. Dies wird so endgültig behauptet, dass es absolut wird. Verkürzt gesagt: Alle Religionen sind relativ, und das gilt absolut. In diesem Sinn wird die Forderung nach Toleranz sehr intolerant. Für andere ist Toleranz dasselbe wie Gleichgültigkeit.

Es gibt keinen Retter außer unserem Herrn, postuliert Jesaja.

Wenn das so ist, dann muss diese Botschaft weiterverbreitet werden: Höre, Mensch, es gibt einen Retter, es gibt einen Weg zu Gott und damit zu einem unvergänglichen Leben. Das ist Mission. Dieses Wort ist bei den meisten negativ besetzt.

Ich hatte ein Gespräch mit einem anderen Pensionierten. Wir berichteten uns, was wir in der frei gewordenen Zeit so machen. Er ist als Freiwilliger in einem Bergbauverein tätig, das ergebe einen 30%-Job. Ich berichtete von meiner Tätigkeit im Vorstand der SMG, der Schweizerischen Missionsgemeinschaft. Wir begleiten rund zweihundert Missionare, die auf dem ganzen Globus verteilt sind.

Ziemlich fassungslos antwortete er: „Mission? Gibt es das überhaupt noch?“ Darauf folgte eine längere Ansprache über die Verbrechen der Missionare und über Toleranz. Ich hatte keine Gelegenheit, etwas zu entgegnen. Seine Meinung ist in Stein gemeißelt.

Mein die Mission ablehnender Gesprächspartner bezeichnet sich als gläubig. Er glaube an Gott und besuche nicht allzu häufig, aber doch regelmäßig die Kirche. Offenbar wird er dort nicht mit dem ihm unangenehmen Thema Mission konfrontiert. Es ist mir klar, dass große Teile der Kirche Mission abgeschafft und längst durch Entwicklungshilfe ersetzt haben.

Ich werde im Vorstand der SMG bleiben. Dadurch leiste ich einen winzigen Beitrag zur weltweiten Mission. Mein Aufruf zum heutigen Tag: Halten wir gegen den Zeitgeist daran fest, dass es neben unserem Herrn keinen Retter gibt.

Jesus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, es sei denn durch mich.“ (Johannes 14,6)



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Kommentare

Von Verena W. am .

Ich persönlich sehe es genauso wie Sie.
Gott hat ganz klar einen Weg vorgegeben, nämlich "Jesus".
Und diese Wahrheit zu verschweigen, halte ich für lieblos. Die Art und Weise wie missioniert wird, eben nicht von oben herab
Sondern aus der Haltung eines "selbst Begnadigten"heraus, halte ich ebenfalls für wichtig.
Eine gesegnete neue Woche allen Lesern.


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