/ Wort zum Tag

Erinnerungskultur

Rainer Geiss über 5. Mose 26,7.

Bibelvers

Der HERR erhörte unser Schreien und sah unser Elend, unsere Angst und Not.

5. Mose 26,7

Mir geht es manchmal so, dass ich Tage erlebe, denen „die Würze“ fehlt. Es läuft alles seinen gewohnten Gang. Keine Höhepunkte, keine Katastrophen. Die Zeit mit Gott und im Gebet gehört dazu. Und doch ist alles so „normal“.

Dann suche ich bei mir, ob sich etwas zwischen Gott und mich geschoben hat, ob ich Schuld nicht bekannt habe. Dieses Suchen kann dann zu einem geistlich ungesunden Kreislauf werden.

Erinnerung pflegen: daran denken, was Gott in den vergangenen Wochen getan hat, daran denken, was er im letzten Jahr für mich, ja, für die Menschen, für die ich bete, getan hat. Dahin kommen, dass ich erkenne, Gott erhörte unser Schreien und sah unser Elend, unsere Angst und Not. Auch in der Corona-Krise ist Gott da.

An die großen und kleinen Taten Gottes in meinem Leben denken, das macht dankbar, vertreibt die dunklen Gedanken und gibt Gesprächsstoff, so dass ich mit anderen Menschen nicht nur über das Wetter oder Corona zu sprechen brauche.

Aber nicht nur Corona, auch grundsätzlich darf ich mich dankbar erinnern, dass Jesus mich aus meiner Sinnlosigkeit erlöst hat. Ich darf bei ihm und mit ihm leben. Daran will ich mich immer wieder erinnern. Er hörte mein Beten, sah mich in meinen Ängsten und schenkte und schenkt mir Ruhe. Auch heute in der Krise.

Versuchen Sie es heute. So wie das Volk Israel sich an Gottes große Taten erinnert und dadurch Mut und Kraft zum Weitergehen bekam, so können Sie sich heute an Gottes Taten in Ihrem Leben erinnern und Freude im Glauben erleben, neu gestärkt werden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen erinnerungsreichen Tag. Gott segne Sie.


Ihr Kommentar

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.