/ Wort zum Tag

Eigenen Mut loslassen und Gottes Gnade empfangen

Heinz-Günther Brinken über Sprüche 3,34.

Bibelvers

Den Demütigen wird der HERR Gnade geben.

Sprüche 3,34

Mit den täglichen Bibelversen aus dem Losungsbuch nehmen wir an einer Verlosung teil. Dabei gibt es nur Gewinne und keine Nieten. Wir gewinnen durch die Bibelverse  überraschende Einsichten und liebevolle Erinnerungen an elementare Glaubensgrundlagen.

Das gilt auch am heutigen 3. August. Dazu wurde ausgelost ein Satz aus dem Buch der Sprüche, Kapitel 3: Den Demütigen wird der Herr Gnade geben.—„Aber die Hochmütigen werden über ihre eigenen Füße stolpern“. Dieser zweite Satz steht nicht hier in Sprüche drei. Der ist mir so eingefallen.

Ich hatte mich gefragt, wie kann das Gegenteil von Demut beschrieben werden? Denn der heutige Bibelvers ist typisch für viele Aussagen in dem Buch der Sprüche. Dessen Aussagen regen unser Vorstellungsvermögen und Nachdenken an. So wird uns die Realität des Wortes Gottes, der Bibel, in besonderer Weise anschaulich.

Wir lesen die kurzen und einprägsamen Sätze und finden schnell Beispiele aus aktuellen Lebenssituationen. Wir erkennen, welche Lebenseinstellungen wertvoll sind. Und umgekehrt wird auch deutlich, was wir besser nicht tun sollten.

„Hochmut kommt vor dem Fall“, sagte der Trainer nach der ersten Saisonniederlage des Fußballvereins. Die waren einfach zu siegesgewiss gewesen gegen den Tabellenletzten.

Die Lebenseinstellung, welche mit Hochmut infiziert ist, sagt sich: „Ich schaffe das schon, mir kann keiner was“. Aber es tauchen Schwierigkeiten und Krisen auf. Dann verwandelt sich diese Selbstermutigung als negative Kehrseite in Depression und Jammern: „Alles ist schlecht, früher war alles besser, ich kann nicht mehr“. Vielleicht gibt es dann noch den Mut der Verzweiflung, vermischt mit Illusionen. Doch die Realität der Krise ist dann wie eine Sackgasse. Und so kommen wir nicht weiter.

Aber Gott wird Gnade geben. Im Neuen Testament, im 1.Petrusbrief, wird uns gesagt: Wir empfangen die Gnade Gottes, wenn wir unsere Selbstermutigung erst einmal loslassen. Und zugleich unterstellen wir uns der machtvollen und liebevollen Hand Gottes. Und dann entstehen Perspektiven zur Lösung von Problemen.

Wir empfangen dann durch den Heiligen Geist Ermutigung zum Leben und Mut zum Dienen für andere. So ist Demut im Denken der Bibel zu verstehen. Diese Demut ist nicht unterwürfig, sondern aktiv und empfangsbereit.

Weil ich durch Jesus Christus täglich die Gnade Gottes empfange, habe ich es nicht nötig, mich auf Kosten anderer hervorzuheben. Stattdessen höre, rede und handle ich auf Augenhöhe mit dem Nächsten. Demut bedeutet dann auch: Wir akzeptieren unsere Grenzen und sagen auch klar, was wir nicht können. Es wäre schon peinlich, wenn wir ein Versprechen abgeben, welches wir später nicht einhalten können.

Am Anfang hatte ich gesagt: „Die Hochmütigen werden über ihre eigenen Füße stolpern“. Jetzt lese ich in der heutigen Losung den Anfang aus dem Vers 34 in Sprüche drei. Da steht: „Gott wird der Spötter spotten“. Irgendwie passt das. Wer aus Selbstüberschätzung heraus ein Vorhaben in den Sand gesetzt hat, der wird am Ende die Lacher auf der anderen Seite haben.

Sei demütig und fürchte dich nicht! Denn Gott der Herr ist bei dir und macht dich stark durch seine Gnade.



Kommentare

Von Verena G. am .

Danke für diese wunderbar auferbauenden Worte! Der Herr segne Sie im Namen Jesus Christus!


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