/ Wort zum Tag

Die Botschaft muss weitergesagt werden

Janine Haller über Jeremia 1,17

So mache dich auf und predige ihnen alles, was ich dir gebiete.

Jeremia 1,17

Wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, dass er der Herr ist.

2. Korinther 4,5

Im Leben kommen wir immer wieder an Weggabelungen. Auch im übertragenen Sinn. Ich frage mich, welchen Weg ich einschlagen soll? Da rutscht mir auch mal der Satz raus: Ich wünschte mir, dass Gott mir mit einem Flugzeug und Banner hintendran aufzeigt, welche Entscheidung die richtige ist. Damit ich ganz sicher bin, welchen Weg ich gehen soll und was sein Wille für mein Leben ist.

Dabei lohnt sich der Blick in Gottes Wort, denn dort steht das ganz konkret. Der heutige Losungsvers steht im Buch Jeremia: Du aber mach dich bereit, geh zu ihnen und verkünde ihnen alles, was ich dir auftrage! Fürchte dich nicht vor ihnen, sonst sorge ich dafür, dass sie dich das Fürchten lehren. (Jeremia 1,17 HFA)

Gott teilt uns unmissverständlich mit, was unsere Aufgabe ist. Erstens: Mach dich bereit. Oder anders: Bereite dich vor. Wofür, darauf komme ich noch. Für mich bedeutet die Aufgabe, mich vorzubereiten, dass ich mich mit meinem Glauben an Gott auseinandersetze. Das geschieht, indem ich die Bibel lese – nicht nur alleine, sondern auch mit anderen Menschen. Es geschieht im Gespräch und Austausch über das Gelesene. Ein gemeinsames Hinterfragen, Nachfragen und voneinander Lernen. Mach dich bereit heißt für mich immer mehr, immer neu über und von Gott zu lernen.

Als zweites gibt Gott Jeremia auf: Geh zu ihnen. Wenn ich all mein Wissen über Gott, meinen Glauben nur für mich behalte, dann verweigere ich meinen Mitmenschen Gottes frohmachende Botschaft und sein Rettungsangebot.

Immer wieder erzählen mir Menschen: Ich bin nicht so der Kirchgänger. Ich kann meinen Glauben alleine für mich leben. Darüber will ich nicht richten. Doch wie würde unsere Welt heute aussehen, wenn die Jünger damals gesagt hätten: Es war schön mit dir, Jesus, wir haben viel gelernt und jetzt behalten wir all diese Erlebnisse und alles, was du uns beigebracht hast, für uns? Die Menschen, meine Nachbarn, meine Freunde und Familie haben das Recht, dass ich Gottes Wort ernst nehme und zu ihnen gehe und ihnen alles verkünde, was Gott mir aufgetragen hat.

Viele Jahre nach dem, was der Prophet Jeremia aufgeschrieben hat, hat nämlich Jesus diesen Auftrag wiederholt. Gott ruft nicht bestimmte Menschen, sondern es gilt uns allen. Auch Jeremia war kein Priester, und die Jünger keine Pfarrer und Pastoren. Wir gewöhnliche Menschen dürfen und sollen Gottes Botschaft verkünden. Wie lautet diese Botschaft?

Vor wenigen Monaten, zu Weihnachten, mit den Worten der Engel: Ich verkünde euch eine Botschaft, die das ganze Volk mit großer Freude erfüllen wird: Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der versprochene Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr. (Lukas 2,10-11 HFA) und in wenigen Wochen, zu Ostern: Als wir Gott noch feindlich gegenüberstanden, hat er uns durch den Tod seines Sohnes mit sich selbst versöhnt. Wie viel mehr werden wir, da wir jetzt Frieden mit Gott haben, am Tag des Gerichts bewahrt bleiben, nachdem ja Christus auferstanden ist und lebt.(Römer 5,10 HFA)



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