/ Wort zum Tag

Schatzsuche

Matthias Rapsch über Psalm 119,10.

Ich suche dich von ganzem Herzen; lass mich nicht abirren von deinen Geboten.

Psalm 119,10

Tony Beets ist der erfahrenste Goldsucher. Der gebürtige Niederländer wanderte mit seiner Frau Minnie bereits 1980 nach Kanada aus. Zunächst arbeitete er auf einer Farm als Milchbauer und danach bei den Öl-Pipelines. Als er von Freunden erfuhr, dass man in den Goldminen bis zu 1.000 Dollar die Woche verdienen kann, stieg er bereits 1986 als Angestellter an der „Tamarack Mine“ ins Geschäft ein, die er später übrigens kaufte. Inzwischen besitzt er eine der größten privat betriebenen Goldminen in Yukon. Das geschätzte Vermögen von Tony Beets beträgt 13 Millionen Euro. So wird er in der DMAX Serie dargestellt.

Was hier Tony Beets von vertrauenswürdigen Freunden hörte und schließlich fand, das hat der Psalmbeter auf noch viel größere Weise in seinem Leben erfahren. Der lebendige Gott lässt sich in seinem Wort, in seinem Zeugnis, in seinen Weisungen, in seinen Geboten finden. Diesen Schatz will der Beter von ganzem Herzen suchen, nachdem der lebendige Gott ihm begegnet ist. Er und sein Wort sind absolut vertrauenswürdig. In seinen Weisungen und Geboten finden wir das wahre Gold für unser Leben. Das bezeugt er. Darüber staunt und jubelt er in 22 Liedstrophen. Gleichzeitig lädt er uns dazu ein, dass wir uns auch auf die Suche machen und den größten Schatz entdecken: Ich suche dich von ganzem Herzen; lass mich nicht abirren von deinen Geboten.

Warum sind Gott und sein Wort nicht nur damals absolut vertrauenswürdig? Darauf erhalten wir mehrere Antworten: Der lebendige Gott hat durch sein Wort die Welt und seine Geschöpfe aus dem Nichts erschaffen. Sein Wort hat schöpferische Wirkung. Sein Wort gründet und erhält unsere Erde bis auf den heutigen Tag.

Durch sein Verheißungswort hat er sein Volk aus der Knechtschaft in Ägypten befreit und in ein neues Land gebracht und versorgt. Damit diese Freiheit erhalten bleibt, hat Gott durch die 10 Gebote Leitplanken gegeben. So kann das Leben für mich und meinen Nächsten gelingen. Ich darf mich an dem, was Gott mir schenkt, freuen, aber ich kann auch meinem Nachbarn Gutes gönnen. Ich muss es ihm nicht wegnehmen oder gar neiden.

Sein Wort wurde so lebendig und greifbar, dass Gott seinen Sohn auf die Erde geschickt hat. Wer mich sieht, sagt Jesus, der sieht den Vater. Jesus Christus ist Gottes letztes und ganz großes Liebes- und Rettungsangebot an uns alle. Er hat die Dinge in meinem Leben, die ich besser ungeschehen machen möchte, am Kreuz bezahlt und bereinigt. Mein Versagen und meine Schuld liegt jetzt auf ihm und er schenkt mir Vergebung und einen Neuanfang. Jesus hat am Kreuz aber auch den Tod besiegt. Wer ihm vertraut, der wird ewig leben. Dieses ewige Leben beginnt schon jetzt, wo ich ihm mein Leben anvertraue und anfange, sein Wort zu hören und danach zu handeln. Unser aller Tod ist dann nur noch ein Doppelpunkt, hinter dem es erst richtig in unserer neuen Heimat, im Himmel, losgeht.

Jesus hat nicht nur das erste Wort bei der Schöpfung gehabt. Die Weltgeschichte hat einen Zielpunkt: Jesus kommt wieder zum Weltgericht. Er wird dann das letzte Wort behalten über uns alle. Deshalb dürfen wir ihm schon heute das entscheidende Wort zutrauen, auch wenn vieles dagegenspricht. Ein Mann wie Noah hat mitten in der Wüste eine Arche gebaut, weil er überzeugt war: Dieser Gott hält Wort. An seine Weisungen darf ich mich klammern. Diesen Schatz kann mir niemand mehr rauben.

Während Tony Beets nichts von seinem Gold aus diesem Leben mitnehmen kann, so haben wir den größten Schatz in Jesus und seinem Wort gefunden. Ob Sie dabei sind bei dieser Schatzsuche?



Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.

Kommentare

Von Jutta am .

Herzlichen Dank für diese Predigt! Sie hat mich heute persönlich angesprochen und Mut gemacht!

Von Herbert E: am .

Herzlichen Dank für diese fundierte Auslegung. Ja es stimmt, Gottes Wort ist schöpferisch, hat Macht und Kraft. Auch unsere menschlichen Worte haben Macht und Kraft und wir sollten deshalb sorgsam und verantwortungsvoll damit umgehen.


Das könnte Sie auch interessieren