/ Wort zum Tag

Gütergemeinschaft

Hartmut Völkner über Johannes 17,6-7.

Jesus betet: Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Nun wissen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt.

Johannes 17,6–7

Ein häufiger Vertrag bei der Hochzeit, sozusagen das Kleingedruckte im Vertrag, ist, dass die Verheirateten eine Gütergemeinschaft eingehen.

Alles, was sie dazugewinnen, gehört beiden gemeinsam. Es gibt da kein MEIN und DEIN, sondern ein gemeinsames UNS. Damit werden beide Seiten aufgewertet und gesichert. Die gemeinsame Liebe führt auch zu gemeinsamem Besitz, zu gleicher Absicherung, zu gleicher Sicherheit, zu gleichem Reichtum. Jeder bringt sich nach seinem Maß und Kräften ein und der Erfolg oder auch die Probleme werden gemeinsam geteilt. Gemeinsamer Erfolg wird zu doppeltem Glück und gemeinsames Leid wird zu halbem Leid. Das wäre das Ideal einer Beziehung.

Was in der Ehe nicht immer so reibungslos klappt, bietet uns Jesus an.

Er nimmt uns hinein in eine beglückende Gütergemeinschaft mit sich und dem Vater. Zuerst beschreibt er im Johannesevangelium, dass er und der Vater in Gütergemeinschaft leben. „Ich und der Vater sind eins,“ sagt Jesus in Johannes 10, Vers 30. Das ist ein ganz wichtiger Schlüssel zum Selbstverständnis Jesu. Er will nicht ein neuer Gott sein, ein neuer Weltverbesserer oder ein neues Gesetz geben, sondern sein Auftrag ist es, den Willen Gottes in seine Situation, seine Zeit und seine Umgebung hineinzubringen.

Was Jesus mitbringt, ist die ganze Liebe Gottes. Er will, dass wir in ihm Gott begegnen und in der Begegnung mit Gott ihm begegnen. Diese innige Gemeinschaft mit dem Vater zeichnet ihn aus. Sie ist auf Schritt und Tritt im Leben Jesu zu spüren. Diese Gütergemeinschaft zeigt sich in den Reden, in den Begegnungen, in den Gebeten, in den Wundern, in dem Umgang mit Menschen, im Garten Gethsemane, im Sterben, im Auferstehen, einfach in allem, was uns von Jesus überliefert ist. Er bringt Gott zur Welt und die Welt zu Gott nach Hause.

Das hört sich alles schön an, aber die Wirklichkeit, die dahintersteckt, ist noch schöner. Jesus macht uns zu Erben. Wir werden jetzt praktisch zu Multi-Millionären. Zu reichen Menschen für Zeit und Ewigkeit, durch ein Erbe, das wir antreten dürfen.

Jesus setzt uns zu Erben seines Reichtums ein. Er übereignet uns seinen ganzen Besitz. Im Johannesevangelium liegt für Sie und mich eine Schenkungs- und Übereignungsurkunde vor, die uns in die göttliche Gütergemeinschaft mit hineinzieht.

In Johannes 17, in den Versen 6–7 steht: „Jesus betet: Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Nun wissen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt.“

Einige Verse später sagt Jesus, dass er diese Gemeinschaft ausweitet. Das, was Gott gehört, gehört Jesus und was Jesus gehört, gehört seinen Jüngern und alle zusammen sollen im Himmel und auf der Erde eins sein. Was mein ist, ist dein und was dein ist, ist mein und sie sind dein.

Das ist ein gewaltiges, unvergängliches Geschenk. Jesus behält seine göttliche Weisheit und Kraft nicht bei sich, sondern erweitert den Kreis der Gütergemeinschaft auf seine Jünger damals und heute und auf die Jünger von morgen.

Das ist wie ein Lottogewinn. Der Schöpfer der Welt schenkt uns durch die Schöpfung das Leben. Der Sohn schenkt uns die Liebe Gottes und eignet uns das göttliche Leben zu. So gehören wir nun zur göttlichen Erbengemeinschaft und zur Gütergemeinschaft Gottes. Wenn wir 1 Million Euro geschenkt bekommen, verschönt sich der Tag gewaltig, ja, das ganze Lebensgefühl verändert sich. Wir haben keine finanziellen Sorgen mehr.

Durch den Einschluss in die göttliche Gütergemeinschaft verändert sich ebenso unser Lebensgefühl. Wir haben einen Platz im Herzen Gottes.



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Kommentare

Von Sonja B. am .

Wunderbare Erklärung! Ich bete dafür, dass die Kinder, die mir anbefohlen sind, genau das auch für sich entdecken können. Jesus ist Gott und durch Jesus haben wir einen Platz im Heezen Gottes. Danke!


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