/ Wort zum Tag

Jesus Christus – gestern, heute und in Ewigkeit

Alexander Nussbaumer über Hebräer 13,8.

Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.

Hebräer 13,8

Der heutige Tagestext ist ein Spitzensatz aus dem Hebräerbrief: „Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.” (Hebräer 13,8)

Jesus Christus gestern: Wir glauben an einen dreieinigen Gott. Jesus war gegenwärtig, als die Welt erschaffen wurde. Unser Gott war nie ein statischer Gott. Seit aller Ewigkeit ist er ein Gott der Liebe, ein Gott der Kommunikation, ein Gott der Aktion. Gott war schon vor der Schöpfung ein Gott der Liebe. Es ist doch großartig: Wir brauchen unseren Gott nicht zu überzeugen: Schau uns an und liebe uns. Seine Liebe war schon da, bevor er uns erschuf.

Jesus Christus heute: Wir können versuchen, so zu glauben, wie Jesus geglaubt hat. Wir werden das nicht schaffen. Die Verbindung von Jesus zu seinem Vater im Himmel war nie gestört. Jesus ist uns Vorbild. Das ist er. Aber er ist noch viel mehr: Er zeigt uns nicht den Weg zu Gott, er ist der Weg zu Gott. Deshalb glauben wir nicht in erster Linie wie Jesus, sondern wir glauben an Jesus. In der Mitte meines, unseres Glaubens ist die Liebe zu Jesus. Er liebte uns zuerst. Unsere Liebe zu ihm ist die Antwort. Und diese Liebe wird sich - wenn sie denn echt ist - in unserer Liebe zu unseren Mitmenschen spiegeln.

Jakobus schreibt in seinem Brief, dass wahrer Glaube auch gute Taten nach sich zieht: „So ist es auch mit dem Glauben: Für sich allein, wenn er keine Werke vorzuweisen hat, ist er tot.“ (Jakobus 2,17)

Am Ostertag ist Jesus von den Toten auferstanden. Diese Tatsache ist der Grund dafür, warum er auch für uns später auf die Welt Gekommenen ein persönliches, gegenwärtiges Gegenüber ist. Er ist die Mitte des Evangeliums. Wir verdienen die Liebe Gottes nicht. Wir brauchen und können diese Liebe nicht verdienen. Wir können sie nur als ein Geschenk annehmen.

Die einzige Voraussetzung dafür ist: Wir müssen akzeptieren, dass wir die Liebe Gottes brauchen. Wir müssen annehmen, dass wir erlöst werden müssen. Wir können uns nicht selber aus den Fesseln der Gottferne lösen. Wir können nicht selber die Bindungen der Sünde durchtrennen. Hier ist der Knackpunkt für viele unserer Zeitgenossen: „Ich brauche doch nicht erlöst zu werden. Ich bin schon recht!“ Jesus Christus heute in unser Leben einzubeziehen bedeutet, in seiner Gegenwart zu leben. Wir hören auf seinen Willen und beten ihn an.

Und Jesus Christus in Ewigkeit: Nach seinem Leben auf dieser Erde ging Jesus zurück zu seinem Vater im Himmel. Aber wir vertrauen darauf, dass er ein zweites Mal auf die Welt kommen wird, und zwar so, dass kein Zweifel mehr möglich ist, denn für alle wird klar sein: Er ist der Richter, er ist der König.

Jesus, ich freue mich darauf, dich zu sehen. Ich freue mich darauf, vom Glauben zum Schauen zu kommen. Jesus, ich bete dich an als den, der in Ewigkeit derselbe ist.



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Kommentare

Von Stefan K. am .

Guten Morgen, lieber Pastor Nussbaumer. Das war eine ganz starke, sehr ansprechende Morgenandacht. Die hat mir sehr gut gefallen

Von Hildegard W. am .

Danke für das wertvolle Wort
Liebe Grüsse Hildi und Ernst W. (Allianz Prättigau vor x Jahren)

Von Eva I. am .

Guten Morgen Herr Nussbaumer, vielen Dank für die Morgenandacht.
„Wir können nicht selber die Bindungen der Sünde durchtrennen. Hier ist der Knackpunkt für viele unserer Zeitgenossen: „Ich brauche doch nicht erlöst zu werden. Ich bin schon recht!“ Was sagt man den Menschen darauf, außer, dass man eine andere Meinung hat? Ich bekomme i.d.R. solche Antworten: „ja, natürlich habe ich mich nicht immer korrekt verhalten, aber dafür muss kein Mensch sterben.“
Viele Grüße, Eva I.


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