/ Wort zum Tag

Eine Sonne mit Flügeln

Monika Scherbaum über Maleachi 3,20.

Euch, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln.

Maleachi 3,20

Als Bibelwort hören Sie heute eine hoffnungsvolle Aussage von Maleachi, dem letzten Propheten aus dem Alten Testament: Maleachi 3,20

„Euch, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln.“

„Euch“ heißt es zu Anfang. Ja, wir alle, die Gott und sein Wort ernst nehmen, sind damit gemeint. Wir alle sind „seine Leute“, sein Volk.

Ich finde dieser Satz drückt so viel Lebensfreude aus. Sie meinen, das Wort „Fürchten“ passt nicht dazu? Nun, dieses Wort „Fürchten“ bedeutet Ehrfurcht und Respekt vor Gott haben.

„Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln.“

Bei dem Vergleich mit der Sonne habe ich sofort an die Frühlingssonne gedacht, die uns in wenigen Monaten wieder mit ihren Strahlen erwärmen wird. Doch ein ungewöhnliches Bild wird hier beschrieben „eine Sonne mit Flügeln - unter denen wir Heil und Genesung finden.“ Im Religionsunterricht habe ich schon viele Kinderbilder gesehen, doch ich erinnere mich nicht, dass je ein Kind eine Sonne mit Flügeln gemalt hat.

Gut zu wissen, dass im alten Orient die „geflügelte Sonnenscheibe“ weit verbreitet war. In der frühen Kirche war die Sonne oft ein Vergleichsbild für Jesus Christus. Auch viele Kirchenbilder zeigen uns den Glanz über der Krippe.

An Weihnachten haben wir es wieder gefeiert, dass Gott seinen Sohn in die Welt gesandt hat. Mit der Geburt von Jesus ist uns die Sonne der Gerechtigkeit aufgegangen und mit seinem Tod und seiner Auferstehung hat Jesus uns gerecht gemacht, damit wir vor Gott bestehen können.

Jesus ist der Heiland, der von sich sagt: „Ich bin das Licht der Welt! Wer zu mir kommt, der wird nicht wandeln in der Finsternis.“ (Joh 8,12)

Wer von Jesus und seinem Licht ergriffen ist, der sieht die Welt mit anderen Augen.

Auch wenn manchmal Gedanken hochkommen und uns fragen lassen: „Was bringt mir der Glaube? Die Treue? Das Festhalten an Gottes Wort?“ Der Vers beim Propheten Maleachi macht Mut, erwartungsvoll und getrost nach vorn zu schauen.

Denen, die Gott die Ehre geben, geht die Sonne auf. Denen, die ihn lieben, werden alle Dinge zum Besten dienen. Denen, die Jesus treu sind, ist Heil versprochen.

Auch wenn wir es oft nicht ahnen: Wissen wir eigentlich, wie wichtig wir für unsere Umgebung sind? Unser Leben zieht Kreise, oft viel weiter und größer, als wir uns vorstellen können. Unsere Taten im Glauben, unsere Art, wie wir mit Menschen umgehen, unsere Werte, unsere Haltung der Vergebung, all dies hinterlässt Spuren.

Und dann dürfen Sie und ich es ganz persönlich nehmen: Über dir, sagt der Prophet und beschreibt es bildhaft: „Wird die Sonne aufgehen!“ Gemeint ist damit:

Lass dich voll und ganz auf Gott ein. Sei bereit für Gottes gute Lösungen, vertrau ihm, dass er dir die richtigen Leute über den Weg schickt und dir neue Türen öffnet. Sei bereit für seine Überraschungen.

Dein Leben wird Wärme und Licht erfahren. Vielleicht hast du nicht die Macht und Berühmtheit, die du durch Gewalt erreicht hättest. Vielleicht hast du nicht das Geld, das du durch Lügen und Rücksichtslosigkeit anhäufen würdest. Doch du erfährst Gottes Liebe in deinem Leben und du wirst respektiert, weil du aufrichtig bist. Und sei dir sicher, durch den persönlichen Glauben an Jesus hast du eine tiefe Zufriedenheit, die von Gott kommt. Und diese Auswirkung geht weit über dein Leben hinaus, leuchtet dir den Weg zum Leben bei Gott - für immer.



Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.

Kommentare

Von Sabine am .

Ein spätes Dankeschön, Frau Scherbaum, für Ihre guten Worte. Ich bin z Zt krank u Ihre Worte machen Mut!!!

Von Jana am .

Diese Andacht hat mir heute einen Lichtstrahl der Hoffnung in den Alltag gebracht.
Besonders der letzte Absatz.
Diese Zeilen sind sehr ermutigend, besonders für Christen, die stets die Erfahrung machen, dass der Glaube zu 95% aus beruflichen und gesellschaftlichen Nachteilen besteht.


Das könnte Sie auch interessieren