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Kein Grund zur Skepsis

Christoph Reeps über Römer 8,32.

Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?

Römer 8,32

Sonderangebot – Das klingt erstmal gut. Da liegen morgens große bunte Blätter mit in der Post. Irgendein Kaufhaus feiert seinen 33. Geburtstag und lädt alle Kunden zum Mitfeiern und Mitgewinnen ein. Jeder Kauf ist ein Gewinn. Jedes Stück ist ein Sonderangebot. Alles über 300 € ist 33% billiger. Und so weiter. … - Ich bin skeptisch. „Sonderangebote. Zu schön, um wahr zu sein“ – ist meine Befürchtung. Die Sache hat doch sicher irgendeinen Haken? - Kennen sie solche Bedenken auch?

Ich habe mir mal vor Jahren auf einer Urlaubsreise im Winterschlussverkauf eine preisreduzierte Jacke gekauft. Ich brauchte dringend noch was Wärmeres. Große gelbe und rote Aufkleber mit durchgestrichenen Zahlen und neuen noch weiter gesenkten Preisen auf dem angehängten Kärtchen. „Günstiges Angebot“ – dachte ich. Im Urlaub habe ich die Preisschilder dann vorsichtig der Reihe nach abgezogen. Und siehe da: Der Originalpreis unten drunter war etwa das, was ich bezahlt hatte. Der höhere Preis war nur zum Runtersetzen erfunden.

Ich will keine Branche schlechtmachen. Es gibt überall solche und solche. Aber ich bin skeptischer geworden: Ist der Preis wirklich günstig? Ist bei einem Angebot wirklich das drin, was draufsteht? Ist das die ganze Wahrheit? Hat die Sache einen Haken? Wird mir da etwas verschwiegen? Wird mir bei dem Preis etwas vorenthalten?

Viele Menschen haben solche Bedenken gelegentlich auch, wenn sie an Gott denken, und ich nehme mich da nicht aus. Ist das alles richtig? Verpasse ich vielleicht doch etwas im Leben? Haben andere nicht doch mehr Glück? Mehr Spaß? Mehr Freiheit? Können andere nicht sorgloser mit der Ehrlichkeit umgehen?

Ist das, was Gott mir gibt, wirklich das Beste, Richtigste und Vollkommenste? Gerade wenn es im Leben nicht mehr oben langgeht: Wenn der Job Stress macht. Wenn der Körper kränkelt. Wenn das Geld nicht reicht. Wenn Freundschaften zerbrechen. … Gibt Gott mir wirklich, was er mir zugesagt hat? Ist er wirklich der richtigste Vertragspartner? Wiegt die Ewigkeit wirklich die derzeitigen Schwierigkeiten auf? Oder ist das irgendwie eine Mogelpackung mit dem Warten auf die Ewigkeit? Oder kümmert Gott sich nur um die anderen und nicht um mich? – In schwierigen Lebensphasen kommen mir schon solche Gedanken.

Und dann schaue ich in meine Bibel und finde solche Sätze wie diesen hier im Römerbrief des Apostels Paulus: Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?

Und dann wird es mir wieder gewiss: Gott ist keiner, der eine Mogelpackung macht. Gott macht nicht größere Versprechungen, als er einhalten kann. Gott macht keine größeren Verpackungen, als was dann wirklich drin ist.

Und wenn Gott denen, die sich ihm anvertrauen und ihm gehorchen, ewiges Leben und Heil und Schutz und Segen verspricht, dann gibt er das auch, selbst wenn es aus unserer Warte manchmal noch nicht so aussieht. Gott kümmert sich um uns. Wie viel wir ihm wert sind, das hat er gezeigt, als er sich das Liebste vom Herzen gerissen hat: seinen Sohn Jesus Christus, der für uns sein Leben eingesetzt hat. Gibt es einen größeren Liebesbeweis?

Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?



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