/ Wort zum Tag

Alles was recht ist!

Alexander Nussbaumer über 1. Mose 39,9.

Bibelvers

Josef sprach zur Frau des Potifar, die ihn verführen wollte: Wie sollte ich ein so großes Unrecht begehen und wider Gott sündigen?

1. Mose 39,9

Heute geht es um einen Vers aus der Josefs-Geschichte im 1. Buch Mose. Josef spricht zur Frau seines Herrn:

„Er selbst ist in diesem Haus nicht größer als ich, und er hat mir nichts vorenthalten als dich allein, weil du seine Frau bist. Wie könnte ich da ein so großes Unrecht begehen und gegen Gott sündigen?" (Genesis 39,9)

Es sind nicht immer Männer, welche Frauen bedrängen, auch das Umgekehrte kommt vor. Nachdem ihn seine Brüder nach Ägypten verkauft hatten, wurde Josef Sklave im Haus des Potifar. Seine Frau warf ein Auge auf den schönen jungen Mann und wollte ihn verführen, was sie zur Ehebrecherin gemacht hätte. Josef weist sie darauf hin, dass ihr Mann ihm die ganze Hausverwaltung überlassen habe. Sie als seine Frau sei darin aber nicht eingeschlossen. Sein Hauptmotiv dabei ist: Er will Gott und seinen Geboten treu bleiben und sich nicht wegen eines kurzfristigen Lustgewinns von ihm trennen.

Damit ist die Botschaft des heutigen Tages für uns bereits gesagt: Lassen wir uns nicht von Einflüsterungen verführen, die uns einen Gewinn versprechen, aber eine Übertretung von Gottes Geboten zur Folge haben. Solche Fallen gibt es zahlreiche am Rand unseres Lebensweges, und zwar längst nicht nur in sexueller Beziehung wie bei Josef.

Füllen wir die Steuererklärung ehrlich aus?

Wie genau nehmen wir es mit dem Copy-Right?

Lassen wir hie und da etwas aus dem Büro mitlaufen, und sei es nur ein Paket Druckerpapier, das wir dann privat verwenden?

Es geht mir nicht darum, moralisch rigoros zu sein. Es geht um das schlichte „Alles, was recht ist.“ Der böse Gegenspieler Gottes will uns einflüstern: Gottes Gebote sind einengend und lebensfeindlich. Das Gegenteil ist wahr: Das Leben im Rahmen der guten Gebote Gottes schenkt bleibende Freude und fördert das Leben.

Der 119. Psalm ist der längste in der Sammlung der Psalmen. Seine 176 Verse besingen vom Anfang bis zum Schluss über diese Freude und den Segen, der das Leben mit diesen Geboten für uns bringt.

Drei dieser vielen Verse:

Es erfüllt mich mit Freude, den Weg zu gehen, den du als richtig bezeugst; darüber bin ich glücklicher als über alles, was man besitzen kann. (V14)

An dem, was du bezeugst, habe ich große Freude, es ist der Ratgeber für mein Leben. (V24)

Halte meine Augen davon ab, nach trügerischen Dingen Ausschau zu halten. Schenk mir neue Lebenskraft, indem du mich auf deinen Wegen führst. (V37)

Wenn wir die Worte der Bibel im Leben umsetzen, dann wird sich ihre Wahrheit erweisen. Die Freude an Gottes Geboten kann erst entstehen, wenn wir uns mit ihnen beschäftigen und wenn wir Gott fragen: „Was ist für mich dran?“

Daher meine Aufforderung zuerst an mich selber und dann auch an Sie, liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer: Richten wir uns aus nach Gottes Lebensregeln.



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