/ Wort zum Tag

Umziehen ist gefragt

Ingo Maxeiner über Epheser 4,24.

Bibelvers

Zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.

Epheser 4,24

„Zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit“. So lautet der Bibelvers aus der ermutigenden und ermahnenden zweiten Hälfte des Briefes an die Epheser.

Obwohl: Ist jetzt - mitten im Hochsommer - nicht eher die Zeit zum Ausziehen und Ablegen, die Zeit sich frei zu machen von dem, was belastet? Schon einverstanden, davon ist zwei Verse zuvor die Rede, mit der Aufforderung, den alten Menschen mit seinem früheren Wandel in trügerischen Begierden abzulegen. Und natürlich ist klar: Hier geht es um ein Bild, das für einen geistlichen Vorgang steht.

Wir nehmen immer uns selbst mit, so wie wir geworden sind, mit unseren Erfahrungen, unserer Geschichte, unseren Hoffnungen für die Zukunft. Und selbstverständlich ist auch der alte Mensch von Gott geschaffen, wie jedes andere Geschöpf, wie jedes Lebewesen unter der Sonne. Worauf also zielt der Apostel Paulus ab?

Anziehen mögen wir den Menschen, der nach Gott in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit geschaffen ist. Da gibt es nur einen, auf den diese beiden Gesichtspunkte voll und ganz zutreffen: Das ist unser Herr und Heiland Jesus Christus.

In der Zeit seiner öffentlichen Wirksamkeit war er ohne Fehl und Tadel. Vollendet hat er sein Leben mit der Dornenkrone. Sie sagt und zeigt: Der Mann ist König und hat als einziger wirklich gerechter Mensch und als Gott die Leiden und die Ungerechtigkeit aller Menschen auf sich genommen. Dafür ist Jesus gestorben und auferstanden. Er hat sich in den Tod begeben. Und er macht sich in seinem neuen Leben bei Gott verfügbar für uns Menschen auf der Erde. Dieses neue Leben Jesu nehmen wir für uns in Anspruch. Das geschieht so:

Wir reden Jesus im Gebet an und sagen: Hier bin ich, mit allem was ich bin, wer und wie ich bin, mit meinem Tun und Lassen. Ich vertraue dir an, was mir Mühe macht mit mir selbst. Ich gebe dir, was falsch ist, was ich aus meinem Leben loswerden möchte. Sei du der Mülleimer meines Lebens.

Das können wir hemmungslos tun. Mit liebevoller Freundlichkeit wird er alles annehmen und gerade darin in inniger Liebe mit uns verbunden bleiben. Dann sind wir gebeten, Jesu Leben genau anzuschauen, was er gesagt und getan hat, wie er in Liebe und Gerechtigkeit mit allen Menschen umgegangen ist und wie er dabei immer in unmittelbarem, direktem Kontakt mit seinem Vater im Himmel war. Dem Anschauen, dem Aufnehmen mit Verstand und Herzen, möge unser Leben mit Blick auf Jesus folgen.

Lassen Sie uns eintreten in einen Dialog mit Jesus und im Zwiegespräch mit ihm erörtern: Was würde Jesus in meiner Lage tun, was würde er an meiner Stelle machen, in seiner Haltung, aber in meiner Person?

Lassen Sie uns innere Szenarien entwickeln, in denen die eigene Person mit Jesus zu der einen neuen Person geprägt wird. Wo auch immer wir dann mit diesem inneren Drehbuch hingehen, wem wir begegnen, wie wir hören, was wir sagen und tun, wir werden erleben: Ich habe den neuen Menschen angezogen.



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