/ Wort zum Tag

Endzeitstimmung

Jürgen Neidhart über Matthäus 24,14.

Bibelvers

Es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.

Matthäus 24,14

Unser Leben hat sich in den vergangenen Monaten stark verändert. Vorher hatte ich mich sicher und gut gefühlt. Doch dann überspülte uns in einer unglaublichen Geschwindigkeit das Coronavirus. Es verbreitete bei vielen Menschen Angst und Schrecken. Täglich erfuhren wir von neuen Krankheits- und Todesfällen.

Sind das nun die apokalyptischen Zeiten, die in der Offenbarung des Johannes beschrieben werden (z. B. in Offb 6,8)? Hat nicht auch Jesus in seiner Endzeitrede von verschiedenen Zeichen gesprochen, die das Ende der Welt ankündigen würden (Mt 24,3ff)? Er nennt unter anderem: religiöse Verführung, Kriege und Rebellionen, Christenverfolgung, Abfall vom Glauben, Erdbeben, Hungersnöte und Seuchen (Lk 21,11).

Jesus vergleicht diese „Zeichen der letzten Zeit“ mit den Wehen bei einer Geburt (Mt 24,8). Wehen haben es an sich, dass sie zyklisch wiederkehren und immer intensiver und schmerzhafter werden. Ganz zum Schluss erfolgen die schier unerträglichen Presswehen, die der Geburt einer neuen Welt vorausgehen.

Katastrophen wie Hungersnöte und Krankheitsplagen gab es in der Geschichte schon immer. Doch eine derartige Anhäufung und globale Plage betrifft uns heute ganz besonders. Die Vereinten Nationen schätzen, dass weltweit 800 Millionen Menschen an chronischem Hunger leiden. Etwa alle 3 Sekunden verhungert ein Mensch. Epidemien, im Volksmund Seuchen genannt, treten heutzutage weltweit auf und das nicht erst seit der globalen Verbreitung des Coronavirus.

Die Dinge verdichten sich also. Aber Jesus sagt zwei parallele Entwicklungen voraus: Nicht nur das Böse wird am Ende zunehmen, sondern auch das Gute, das Reich Gottes wird wachsen. Konkret nennt er dabei in Matthäus 24,14 das folgende Zeichen:

„Die Botschaft vom Reich ´Gottes` wird in der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Völker sie hören. Dann erst kommt das Ende.“ (NGÜ)

Noch zu keiner Zeit wurden bisher so viele Menschen auf der Erde mit dem Evangelium erreicht und sind Christen geworden.

Durch den aufopferungsvollen Dienst von unzähligen Missionaren sind in nahezu jedem Land der Erde christliche Gemeinden gegründet worden. Dank enormer Anstrengungen von Bibelübersetzern können inzwischen 79% aller Menschen die ganze Bibel in ihrer Muttersprache lesen. Durch die modernen Massenmedien wird „die Botschaft vom Reich Gottes“ in der ganzen Welt verbreitet.

Ist das nicht gewaltig?

Das sind Zeichen, die ermutigen und zur Mitarbeit in Gottes Reich anspornen. Wir dürfen auf keinen Fall den Kopf hängenlassen oder einer negativen Endzeitstimmung Raum geben. Jesus wird am Ende der Zeiten wiederkommen. Und er wird wieder alles gutmachen, was wir Menschen auf dieser ehemals paradiesischen Erde zerstört haben.

Gott hat die Kontrolle nicht verloren. Das Beste kommt erst noch.

Darauf freue ich mich schon heute und will voller Sehnsucht Jesus Christus erwarten. Er ruft uns gerade jetzt zu:

Wenn sich dies alles zu erfüllen beginnt, dann seid zuversichtlich – mit festem Blick und erhobenem Haupt! Denn eure Rettung steht kurz bevor.“ (Luk 21,28 HFA)



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