/ Wort zum Tag

Gebete und ihr Wert

Renate Windisch über Psalm 34,16.

Bibelvers

Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien.

Psalm 34,16

Als junger Mensch konnte ich mir kaum vorstellen, dass Gott die gesamte Welt in Einzelheiten vor sich sieht. Aber im Zeitalter von Computer und Google und anderen menschlichen Suchmaschinen, die bereits unendlich viel von uns wissen, wird mir natürlich vieles deutlich stärker bewusst. Gott ist ja bedeutend größer als Google oder sonstige Suchmaschinen.

Spätestens jetzt verstehen viele von Ihnen das heutige Bibelwort aus Psalm 34 Vers 16 „Das Auge des Herrn sieht die Gerechten und sein Ohr hört ihr Schreien“. Hierbei geht es jetzt nicht um eine Vorstellung eines anatomischen Körpers von Gott, sondern um sein Wesen und seine Allmacht und seine Allwissenheit.

Wer hat eigentlich den gesamten Psalm geschrieben? Es war David. In jungen Jahren hatte er schon erlebt, dass Gott ihn im Kampf mit Löwen und Bären beschützt. Später erfuhr er einen ganz steilen Aufstieg, denn der Prophet Samuel salbte ihn zum König von Israel. Ein Mann mit hoher Verantwortung und Ansehen, ein berühmter Mann, dem auch sehr viele gravierende Fehler in seinem Leben passierten. Viele von den 150 biblischen Psalmen sind vom ihm gedichtet.

Lesen Sie doch im Laufe dieses Tages in aller Ruhe den ganzen Psalm. Dadurch wird vieles noch klarer und die Größe Gottes noch bedeutungsvoller.

David beschreibt in nur einem kurzen Satz den Anlass für das Dichten dieses Psalmes. Er war auf der Flucht vor Abimelech, vielleicht vor einem König aus dem Philisterland. Es bestand für ihn also akute Lebensgefahr. In dieser Situation beginnt er in den ersten Versen mit einem Lob Gottes, gerade in dieser schwierigen Situation. Gott zu danken und ihn zu loben, auch in solchen Umständen, ist zu außerordentlich gutem Nachahmen empfohlen.

Nach dem sehr bekannten Spruch: „Danken schützt vor Wanken, loben zieht nach oben“. David richtet seinen Blick nicht angstgebannt auf die schreckliche Gefahr, sondern auf den lebendigen Gott. Ist das nicht eine gute Hilfe z. B. im Blick auf Coronavirusgedanken?

Wenn unser Herz und Verstand voll ist mit Gedanken Gott zu loben und ihm zu danken, ist auf einmal wenig Platz mehr zum negativen Reden über die Politiker. Es ist auch wenig Platz, um auf andere Menschen zu schimpfen. Ist das nicht großartig? Vielleicht eine ganz neue Lebensweise, die es einzuüben gilt.

Ab dem 12. Vers dieses Psalmes gleicht er eher einer Predigt. Der Bibelvers „Die Augen des Herrn merken auf die Gerechten und er hört auf ihr Schreien“ lässt uns ganz tief in das Vaterherz Gottes blicken.

Eltern hören auf einem Spielplatz mit vielen Kindern haargenau, wenn sich ihr eigenes Kind verletzt hat und jämmerlich weint. Ein ganz schwacher Vergleich. Umso mehr ist der Vater im Himmel um seine Kinder besorgt. Seine Kinder, die Gerechten, sind Personen, die Jesus Christus im Glauben angenommen haben und von ihm gerecht gesprochen worden sind. Diese Menschen sind hier mit Gerechten gemeint und erleben diesen liebevollen Blick und die Fürsorge und Güte Gottes.

Gott hört auch jedes Gebet in noch so schwierigen Lebensumständen. Für Gott ist es kein Problem, wenn alle Sprachen der Welt gleichzeitig an sein Ohr dringen. Es ist bei ihm alles gespeichert und Gott hört wann und wie ER will.



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