/ Wort zum Tag

Wann freut Gott sich über uns?

Daniel Benne über 5. Mose 30,9.

Bibelvers

Der HERR wird sich wieder über dich freuen, dir zugut, wie er sich über deine Väter gefreut hat.

5. Mose 30,9

Gott hatte es echt nicht leicht mit seinem Volk: Immer und immer wieder sind die Israeliten von ihm abgedriftet. Obwohl Gott seine Leute zig Mal gewarnt hatte.

Im 5. Buch Mose steht Israel kurz davor, ins verheißene Land einzuziehen. Doch deutet sich hier schon an, dass sie das verheißene Land eines Tages wieder verlassen müssen - als Strafe dafür, dass sie erneut von Gott abfallen. Das wären ziemlich düstere Zukunftsaussichten. Wenn Gott nicht gleichzeitig sagen würde: „Diese Strafe wird nicht ewig dauern! Wenn ihr wieder zu mir zurückkehrt, werde ich mich erbarmen und euer Schicksal wieder zum Guten wenden.“

Im 5. Buch Mose, Kapitel 30, Vers 9 heißt es dann: „Der Herr wird wieder Freude an euch haben und euch Gutes tun, so wie es bei euren Vorfahren gewesen ist“. (GNB)

Gottes Barmherzigkeit geht viel weiter, als wir uns das vorstellen können. Das zeigt sich immer wieder an Israels Geschichte. Und es gilt bis in unsere Zeit hinein: Selbst wenn sich einer vorsätzlich von Gott abwendet, bleibt die Tür immer offen, um zu ihm zurückzukehren.

Besonders deutlich wird das im Neuen Testament, im Buch Lukas, Kapitel 15. Dort  geht es um die Freude Gottes darüber, wenn jemand zu ihm zurückfindet. Einmal wird dort die Geschichte des Verlorenen Sohnes beschrieben:

  • der sich sein Erbe auszahlen lässt,
  • das ganze Geld verprasst
  • und dann reumütig nach Hause zurückkehrt.

Über den Vater des Verlorenen Sohnes heißt es: „Als der Sohn noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater. Und es jammerte ihn; er lief seinem Sohn entgegen und fiel ihm um den Hals“.

Der Vater hatte also Ausschau gehalten nach seinem Sohn. Obwohl der schon längere Zeit weg war, hatte der Vater die Hoffnung nie aufgegeben, dass der Sohnemann zu ihm zurückfindet. Der Vater reagiert nicht nachtragend, sondern freut sich riesig darüber, dass der Sohn wieder da ist. So wie dieser Vater ist auch Gott: wer zu ihm zurückkehrt, dem kommt Gott mit ausgestreckten Armen entgegen!

Gott geht uns sogar nach, wenn wir uns von ihm abwenden. Im Gleichnis „Vom verlorenen Groschen“ heißt es, als der Groschen gefunden wurde und die Freude groß ist: „So wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.“ (Lukas 15,10) Man könnte auch sagen: Wenn einer zu Gott zurückfindet, dann wird im Himmel ein Fass aufgemacht! Und ein zünftiges Fest gefeiert.

Wenn ich im 5. Mosebuch, Kapitel 30 weiterlese, erfahre ich: Dass Gott Israel Gutes tut und Glück schenkt, hängt ganz eng mit dem Einhalten der Gebote zusammen. Die Gebote regeln das Zusammenleben der Menschen untereinander. Und sie norden auch uns auf Gott ein - dass es Gott ist, der uns geschaffen hat. Und dem wir alles zu verdanken haben!

Je mehr Sie sich mit Gottes Wort beschäftigen, desto besser lernen Sie auch Gottes Willen kennen. Sie werden feststellen: Mit seinen Geboten will Gott uns nicht unterdrücken. Sondern er hat damit das Beste für uns im Sinn! 5. Mose, Kapitel 30, Vers 14 bestätigt das: „Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust."

Kinder finden es klasse, wenn sie ihren Eltern eine Freude machen können. Wie steht es mit uns als Kindern Gottes?

Wäre es nicht prima, wenn unser himmlischer Vater ebenfalls Grund hat, sich über uns zu freuen?



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