/ Wort zum Tag

Große Taten Gottes

Alexander Nussbaumer über 5. Mose 3,24.

Bibelvers

Wo ist ein Gott im Himmel und auf Erden, der es deinen Werken und deiner Macht gleichtun könnte?

5. Mose 3,24

Die heutige Tageslosung stammt aus dem 5. Buch Mose:

„Herr, HERR, du hast angefangen, deinem Diener deine Größe und deine starke Hand zu zeigen; denn welcher Gott im Himmel und auf der Erde könnte es deinen Werken und deinen gewaltigen Taten gleichtun?“ (Deuteronomium 3,24)

Wir hören hier Mose, der Gott anfleht. Er erinnert ihn an die großen Taten, die er für sein Volk getan hat, beim Auszug aus Ägypten und während der vierzigjährigen Wüstenwanderung. Aber eben, es war nicht immer alles glatt gegangen. Das Volk Israel als Ganzes und auch Mose als Einzelperson waren oft ungehorsam gewesen. Bei so einem recht dreisten Akt des Ungehorsams hatte Mose Gott die ihm zustehende Ehre verweigert: Er und Aaron fragten das dürstende Volk: „Können wir für euch aus diesem Felsen Wasser hervorkommen lassen?“ (Numeri/4. Mose 20,10). Sie sagten: WIR! Wie wenn sie in Eigenregie das Wunder vollbringen könnten. Sie stellten sich gewissermaßen vor oder gar über Gott. Daraufhin hatte Mose von Gott den Bescheid bekommen, dass er nicht ins Gelobte Land hineinziehen werde.

Ja, und jetzt bittet Mose seinen Herrn, auf seinen Entscheid zurückzukommen. Er weiß, dass Gott erst „angefangen“ hat, seine Wunder zu wirken und dass beim Einzug ins Gelobte Land weitere folgen werden. Da möchte er doch auch dabei sein. Gott aber bleibt bei seinem Nein. Vor seinem Tod darf Mose nur noch einen Blick in dieses Land werfen.

Es ist bis heute so, dass Gott nein sagt zu unserem Fehlverhalten und dass das durchaus Konsequenzen haben kann. Gott ist nicht einfach ein harmloses, zahnloses Väterchen über den Wolken. Gott lässt sich aber auch bitten. Wir dürfen mit ihm rechten. Wir dürfen ihn an die Wohltaten erinnern, die wir erlebt haben, so wie es Mose tat. Bei Mose blieb es beim Nein, aber wir lesen auch von Fällen, in denen Gott davon abwich.

Ein Beispiel: Jesaja muss König Hiskia im Namen Gottes ankündigen, dass er sterben wird. Dieser weint und fleht Gott um Gnade an. Jesaja hört Gottes Stimme ein zweites Mal. Er darf Hiskia ankündigen, dass er noch fünfzehn Lebensjahre geschenkt bekommt (Jesaja 38). Gott ist nicht einfach ein herzloser Paragraphenreiter.

Unser Leben mit Gott ist ein dynamischer Prozess: Wir versuchen, treu in seinen Wegen zu gehen, wir machen positive Erfahrungen, sind dafür dankbar, wir lassen uns vom Bösen verführen, leiden unter negativen Konsequenzen, wir kehren zu Gott zurück, erinnern uns selber und ihn an das Gute, das er uns getan hat, flehen ihn im Namen Jesu Christi um Erbarmen an … tja, manchmal geht’s auch im Kreis herum.

Das Ergehen des Mose zeigt uns ein Doppeltes: Gott will, dass wir uns nicht vor oder über ihn stellen. Er will, dass wir nach seinem Willen fragen und diesen auch umsetzen.

Wir dürfen vor Gott kommen und ihn an die Beziehung erinnern, die er zu uns hat. Wir dürfen von Gott kommen und ihn an die Beziehung erinnern, die wir zu ihm haben, bzw. hatten und wiederhaben wollen. Und wir dürfen darauf vertrauen, dass er der Gott ist, von dem Johannes gesagt hat:

„Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ (1. Johannes 1,9)



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Kommentare

Von Ronald am .

Danke


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