/ Wort zum Tag

Der Kern des Evangeliums

Christa Weik über Johannes 3,16.

Bibelvers

Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Johannes 3,16

Nur noch wenige Tage – dann feiern wir Weihnachten, das von vielen Menschen als das „Fest der Liebe“ bezeichnet wird. Welche Liebe ist gemeint? Hören Sie auf  Vers 16 aus dem Johannesevangelium, Kapitel 3. Im Gespräch mit dem Pharisäer Nikodemus sagt Jesus: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ In diesen wenigen Worten wird die ganze Botschaft der Bibel zusammengefasst, in ihnen finden wir den „Kern des Evangeliums“. Gottes Plan zum Heil des Menschen ist eine Rettungs- und eine Liebesgeschichte. Die Liebe Gottes zu uns Menschen zeigt sich in siebenfacher Weise:

Erstens: Es ist eine BRENNENDE Liebe: Denn, folglich, also – in den vorhergehenden Versen setzt Jesus sich selbst in Bezug zur eisernen Schlange, die Mose zur Rettung des Volkes Israel in der Wüste errichtete. Ebenso ist Gottes leidenschaftliche Liebe in Jesus auf uns Menschen konzentriert – wie ein Brennglas auf einen bestimmten Punkt. „Gott ist ein glühender Backofen voller Liebe“, sagte Martin Luther.

Zweitens: Es geht um Gottes UNBEGRENZTE Liebe: Die Welt - und nicht nur Israel, die gesamte Menschheit ist in diese Liebe eingeschlossen – auch Sie und ich, liebe Hörer! Gottes Liebe gilt uns zu allen Zeiten. „Es geht kein Mensch über diese Erde, den Gott nicht liebt“ (F. v. Bodelschwingh).

Drittens geht es um die SICH AUFOPFERNDE Liebe: Gott gab seinen einziggeborenen Sohn dahin. Am Kreuz auf Golgatha hat Gott durch seinen Sohn Jesus Christus die Tür zum Vaterhaus und zum Vaterherzen weit geöffnet.

Viertens: Diese Liebe ist eine SCHENKENDE Liebe: Gott gab seinen Sohn als ein einzigartiges Geschenk an uns. Durch den Glauben an ihn sind wir reich beschenkt mit Vergebung, Kraft, Licht, Freude, Lebenssinn und Hoffnung.

Fünftens entdecken wir die RETTENDE Liebe Gottes: nicht verloren werden – der Vater holt uns durch Jesus heraus aus Schuld und Sünde, aus der Gottesferne und dem Gericht (Joh 3,17.19.20), aus der Sklaverei des Teufels, aus Sorge und Angst und aus Trauer und Trostlosigkeit.

Sechstens: Gott zeigt uns seine WARTENDE Liebe: die an ihn glauben – der Vater wartet darauf, dass wir uns aufmachen, zu ihm umkehren, heimkommen. Ein afrikanischer Christ sagte: „Glauben heißt: mein Herz in Gottes Herz hineinlegen.“

Siebtens: Die EWIGE Liebe Gottes bedeutet: Durch den Glauben an Jesus haben wir ewiges Leben. Was Gottes Liebe in Jesus Christus für uns getan hat, bleibt für Zeit und Ewigkeit.

Ich lade Sie ein, diese wunderbare Botschaft für sich ganz persönlich zu nehmen. Setzen Sie Ihren Namen in den Vers ein, so wie ich es tue: „Denn also hat Gott Christa geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit Christa, die an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.“

So kann dieser Tag der letzten Adventswoche zur Sternstunde Ihres Lebens werden.

 



Ihr Kommentar

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Kommentare

Von Schwester Christa W. am .

Sehr geehrter Herr K., herzlichen Dank für Ihre freundlichen Worte.
Sie vermissen die Erwähnung der Verlorenheit des Menschen. Unter dem fünften Punkt, der rettenden Liebe Gottes, habe ich sie benannt und konkretisiert.
Mit freundlichem Gruß Schwester Christa

Von Georg M. am .

Dem letzten Kommentar von Adalbert K. möchte ich mich anschließen.

Von Bernd G. am .

Liebe Schwester Weik,
danke für die guten und inhaltsreichen Worte. Ich möchte Ihre Ausarbeitung gern für die Adventsfeier unseres Gesprächskreises 2020 nutzen.
Ich wünsche ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit.

Von Christoph am .

Ich habe meinen Namen in den Vers eingesetzt. Ein starker Zuspruch und sehr guter Vorschlag!!

Von Adalbert K. am .

Liebe Schwester Weik,
herzlichen Dank für Ihre klaren, einladenden Worte.
Was ich vermisse, dass Sie die "Verlorenheit" in ihrer guten Auffühung weggelassen haben. Würde es diese nicht geben, dann würden wir das andere gar nicht benötigen.
Darf ich sie dazu ermutigen, die Verlorenheit auch zu nennen?
Herzliche Grüße


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