/ Wort zum Tag

Licht

Daniel Eschbach über 1. Johannes 1,5.

Bibelvers

Das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.

1. Johannes 1,5

Licht ist etwas Faszinierendes. Schon ganz wenig davon prägt die Situation: Im dunklen Wald macht eine einzige Fackel einen riesigen Unterschied. Die Tage wären jetzt deprimierend düster, gäbe es nicht die Advents- und Weihnachtslichter. Leuchttürme weisen Schiffen über Dutzende von Kilometern den richtigen Weg. Licht nimmt die Angst und macht Orientierung möglich.

Darum kann der 1. Johannesbrief die Gute Nachricht von Jesus in drei Worten zusammenfassen: „Gott ist Licht!“ Etwas ausführlicher heißt das in 1. Johannes 1,5: „Das ist die Botschaft, die wir von Christus gehört haben und die wir euch weitersagen: Gott ist Licht. In ihm gibt es keine Finsternis.“

Die Bibel verweist oft auf die positive Wirkung des Lichtes. Sie erzählt, wie eine Feuersäule nachts dem Volk Israel den Weg durch die Wüste weist. Ein Psalmbeter singt: ‚Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg!‘ Der Prophet Jesaja fasst die Hoffnung auf den Messias ins Bild: „Das Volk, das im Finsteren wandelt, sieht ein großes Licht.“ Und im Johannesevangelium bezeichnet sich Jesus selbst als das Licht der Welt. Damit ist uns zugesagt: Wer sich an Jesus Christus, an seinem Vorbild und an seinen Worten orientiert, der sieht im Leben klarer und hell. Mit und dank Christus lässt sich die verheißungsvolle Richtung finden, in die sich unser Leben entwickeln kann.

Licht gibt Orientierung und nimmt die Angst. Das sind entscheidende Wirkungen Gottes. Darüber hinaus steckt im Licht für irdisches Leben unverzichtbare Energie. Wir ahnen das schon, wenn wir an trüben Tagen müde und antriebslos werden. Und in der Schule haben wir gelernt: Ohne Sonnenlicht gäbe es keine Photosynthese. Die Luft ginge uns buchstäblich aus. Der Kreislauf des Wassers würde zusammenbrechen. Nichts würde mehr wachsen. Im Licht steckt lebensnotwendige Energie.

Wenn also, wie 1. Johannes 1,5 sagt, Gott Licht ist, dann ist er die Energiequelle schlechthin. Menschliches Leben - das behauptet die Bibel mit diesem Vergleich – geht ohne Gott zugrunde. So wie ohne Sonne kein biologisches Leben möglich ist, muss ohne Gott geistliches Leben verkümmern. Denn von ihm kommt die Energie.

Wenn man im 1. Johannesbrief weiterliest, lässt sich diese Energie noch genauer bestimmen. Es heißt darin nämlich auch: ‘Gott ist Liebe’ (1. Joh. 4,7f). Das heißt: Die Energie zum Leben, die Gott ausstrahlt und die wir bei ihm ‘tanken’ können, ist seine Liebe zu uns. Im Leben, Sterben und Auferstehen von Jesus Christus ist sie greifbar geworden. Eine unentwegte, unbeirrbare, beharrliche, standhafte Liebe. Jedes Licht, das uns in diesen Tagen anstrahlt, ruft uns also zu: Gott ist die Liebe. Oder: Wo die Liebe ist, da ist auch Gott. Und vor allem: Wer liebt, kennt Gott.

Mein Tipp: Lesen Sie in diesen Tagen den ersten Johannesbrief wieder einmal durch. Und dann werden die Weihnachtslichter dafür sorgen, dass diese Sätze nicht aufhören, in Ihnen zu klingen. Gott ist Licht. Gott ist Liebe. Wo die Liebe ist, da ist auch Gott.



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