/ Wort zum Tag

Gott gibt mir alles, was ich brauche

Ruth Bai-Pfeifer über Psalm 23,1.

Bibelvers

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Psalm 23,1

Heute starten wir mit einem sehr bekannten, vertrauten Wort aus der Bibel in den Tag: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Psalm 23, 1. Ich weiß nicht, welche Gedanken Ihnen durch den Kopf gehen, wenn Sie diesen Vers hören. Ich sehe vor meinem inneren Auge einen Schafhirten auf einer saftigen, grünen Weide. Ein friedliches Bild. Die Schafe fressen das gute Gras und sind total ruhig und zufrieden. Der Hirte sitzt am Rand der Weide und beobachtet seine Herde. Die Schafe haben alles, was sie brauchen. Weiter heißt es im Psalm 23: „Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zum frischen Wasser….“ Ja, so schön ist das, wenn der Hirte seine Schafe führt.

Der ganze Psalm ist in der persönlichen Form geschrieben. Der Herr ist nicht nur ein Hirte, sondern MEIN Hirte. MIR wird nichts mangeln! Wie erleben Sie so einen Vers, wenn Sie über Ihr eigenes Leben nachdenken? Stimmt das, was der Psalmschreiber da glücklich singt? Ist der Herr, der allmächtige Gott MEIN Hirte? Bin ich sein Schaf, das wissen darf, dass ER es gut mit mir meint? Oder schleichen sich da auch bittere Gedanken in Ihr Herz? Wenn Sie Ihr Leben anschauen, sehen Sie, wo es Ihnen überall mangelt: Das Schicksal hat Sie schwer gebeutelt. Eine schwere Kindheit hat Ihr ganzes Leben geprägt. Sie haben das Gefühl, im Leben zu kurz gekommen zu sein. Eine Depression verdunkelt Ihr Dasein. Sie sind durch körperliche Einschränkungen auf fremde Hilfe angewiesen. Wegen der Dialyse sind Sie nicht mehr so mobil und frei wie früher. Durch eine Krankheit hat sich Ihr Lebensradius bedeutend verkleinert. Die kleine Rente schränkt Sie massiv ein. Der Tod hat Ihnen den liebsten Menschen entrissen. Er fehlt so sehr. Die Traurigkeit verdunkelt Ihr Leben. Die Einsamkeit ist schwer zu ertragen.

Und dann sind da die ANDEREN: diejenigen, die vor Gesundheit strotzen, die tanzen und singen, die sich alles leisten können, die glücklich zu zweit durchs Leben gehen…. Oh, was sind das für bittere Gedanken.

Ich könnte noch viele Dinge aufzählen, die uns im Leben fehlen können. Ja, und das muss hier mal klar festgehalten sein: Wir leiden Mangel! Auf dieser Erde gibt es Dinge, die wir nicht können, die uns fehlen. Es gibt Trauer und Tränen. ABER: Ich habe einen Schatz, den mir niemand rauben kann: Ich will nicht so sehr auf das schauen, was ich nicht habe, sondern auf das, was ich habe – und was hält im Leben und im Sterben. Ich habe einen Hirten, der für mich sorgt! Auch dann, wenn ich mich von Menschen verlassen fühle – bin ich nie allein. Er ist da in allem Mangel drin. Gerade in schwierigen Zeiten füllt ER mein Herz mit seiner Liebe und mit seiner Gegenwart. Und wenn die MANGELGEDANKEN kommen, darf ich auf Ihn schauen. ER ist auch dann bei mir, wenn es ganz schwer ist. Mit IHM bin ich nie allein. Auch nicht im finsteren Tal. Auch dann, wenn ich gar nichts fühle, von Seiner Macht, führt ER mich doch zum Ziel, auch durch die Nacht. So ist Jesus, mein guter Hirte. Diese Perspektive erfüllt mich heute mit Dank und lässt mich staunend beten: „Du Herr bist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“

 


Kommentare

Von Rainer am .

Klasse! Vielen Dank für die Klarstellung dieser so wunderbaren Wahrheit.

Von Anneli S. am .

Danke für Ihren Beitrag!
Ja, genauso erlebe ich es. Im vergangenen Jahr habe ich meinen Mann in die neue Wohnung bei Jesus gehen lassen.
Ich habe durch eine schwere Rückenoperation die gelungen war und mir ein schmerzfreies Leben ermöglicht eine Lähmung im Fuß und eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit bekommen. Dennoch bin ich nicht alleine und einsam. Der Herr ist wirklich hier. Ich mußte meine Pfingstgemeine vor 2 Jahren verlassen, weil ich nicht bereit war für einen jungen Mann zu beten, mehr


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