/ Wort zum Tag

Keine Not trennt uns von Jesus

Walter Köhler über Römer 8,35

Bibelvers

Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?

Römer 8,35

Der Bibelvers steht im Römerbrief, Kapitel 8, Vers 35. Da heißt es: „Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?“

Diese Worte schrieb der Apostel Paulus, als die Christen im römischen Reich wegen ihres Glaubens an Jesus verfolgt wurden, wovon die Kirchengeschichte viel zu berichten weiß. So ist es verständlich, wenn sich Christen damals fragten: Werden wir uns in der Verfolgung von Jesus lossagen - oder werden wir an ihm festhalten?

Ähnlich kann es auch uns gehen, wenn wir Berichte über die heutigen Christenverfolgungen hören. Auch da kann die Frage aufkommen: Was ist, wenn ich in der Verfolgung versage? Liebt mich Jesus dann immer noch? Steht er dann auch noch zu mir? Paulus deutet im Römerbrief, Kapitel 8 einige Situationen an, wie Verfolgung aussehen kann: Er spricht z.B. von Schikanen - von Bedrängnissen - von Hunger - von gefährlichen Situationen und von Hinrichtungen. Es braucht nicht viel Fantasie, um sich das vorzustellen.

Paulus schreibt allerdings auch: „Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte und Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns von der Liebe Gottes scheiden kann, die in Jesus Christus ist ...“ (38). Anders gesagt: Jesus steht in jeder Situation zu uns, wenn wir zu ihm gehören. Auch die Not der Verfolgung wird uns nicht aus seiner Hand reißen.

Wir brauchen uns nicht zu schämen, wenn wir angesichts des Leides Angst empfinden. Angst kennen wir ja auch von anderen Situationen. - Aber es hilft uns nicht, wenn wir in solchen Ängsten nur auf uns schauen. Paulus sagt sogar: „Wir werden aus solchen Situationen mit Jesus sogar als Sieger hervorgehen, weil er uns geliebt hat“ (37). Das heißt doch, dass Jesus auch in notvollen Situationen bei uns ist. Denn er sagt zu seinen Jüngern: „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“ (Matthäus 28,20). Das gilt auch für Zeiten der Verfolgung. Auch wenn es schwer ist, können wir daran festhalten, dass Jesus bei uns ist. Er gibt uns, was wir nötig haben, auch wenn er nicht jede Not von uns nimmt.

Wenn wir auf uns schauen, wird uns das nicht helfen. Es wird besser mit uns, wenn wir mit Jesus rechnen, weil er da ist. Deshalb kann es eine große Hilfe sein, wenn Sie auch Ihre Sorgen und Ängste mit Jesus besprechen. Denn er will es mit unseren Sorgen zu tun haben. Sein Wort sagt: „Alle eure Sorgen werft auf ihn, er sorgt für euch“ (1. Petrus 5,7). Dieses Wort gilt auch heute für alle Situationen, nicht erst für die Zeiten der Verfolgung.

Wie schreibt Paulus? „Nichts kann uns von der Liebe Gottes scheiden.“ Und warum? - Weil Gott sich vorgenommen hat, uns in alle Ewigkeit zu lieben. Größeres kann es kaum geben.



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