/ Wort zum Tag

Alle Gaben kommen von Gott

Christian Schwark über 2. Korinther 3,5.

Bei uns im Gottesdienst wird regelmäßig geklatscht. Z.B. bei besonderer Musik. Manchmal höre ich Kritik daran. Dann sagt jemand: „Wir sollen doch nicht Menschen applaudieren! Es kommt doch alles von Gott.“ Ich kann dem nur zustimmen. Darum erkläre ich im Gottesdienst gelegentlich, wem wir eigentlich applaudieren. Und sage z.B.: „Wir beklatschen letztlich nicht Menschen. Sondern Gott, der uns so viele Gaben gibt.“ Letztlich ist das Klatschen also ein Lob Gottes.

Auch unser heutiges Bibelwort aus 2.Korinther 3,5 weist uns in diese Richtung. Da heißt es: „Unsere Befähigung kommt von Gott.“ Das heißt: Alles, was wir schaffen, ist letztlich Gottes Werk. Er gibt uns Kraft. Und er gibt uns Gaben. Wir haben darum keinen Grund, uns etwas auf uns selbst einzubilden. Alles, was wir schaffen, kommt ja von Gott. Wir brauchen uns aber auch nicht selbst in Frage zu stellen. Zum Beispiel, wenn andere uns kritisieren. Dann können wir uns immer sagen: Ich kann nur das machen, was Gott durch mich tut. Nicht mehr. Mir sagte mal jemand: Ich bin froh über jede Gabe, die ich nicht habe. Dann muss ich an dieser Stelle auch nichts tun.

Abgesehen davon liebt uns Jesus auch, wenn wir versagen. Dafür ist er ja für uns gestorben. Und noch etwas: Manchmal haben wir vielleicht den Eindruck: Andere sind besser als wir. Weil sie etwas können, was wir nicht können. Aber auch das, was andere können, kommt von Gott. Darum sind sie nicht besser als wir.

Gott schenkt alle Gaben. Das zu sehen hilft uns zu einem guten Miteinander. Wir brauchen dann nicht mehr um Ruhm und Anerkennung zu kämpfen. Und wir haben es nicht mehr nötig, auf andere neidisch zu sein.

Kennen Sie Ihre Gaben? Mancher denkt: Ich bin eher unbegabt. Wenn Sie diesen Eindruck haben, möchte ich Ihnen zusagen: Das stimmt nicht! Auch Ihnen hat Gott Gaben geschenkt. Überlegen Sie zum Beispiel: Wo ist mir etwas gelungen? Woran habe ich Freude? Wann haben mir andere einmal gesagt, dass ich etwas gut kann? Sie können auch darum beten, dass Gott Ihnen Ihre Gaben zeigt. Oder Sie probieren einmal etwas Neues aus. Vielleicht merken Sie dann: Das geht ja ganz gut.

Wenn alle Gaben von Gott kommen, heißt das auch: Er kann entscheiden, was wir damit machen. Und was möchte er? Er möchte, dass wir unsere Gaben einsetzen. Für ihn und für andere Menschen. Gaben sind gleichzeitig Aufgaben. Und wenn wir unsere Gaben einsetzen, können wir fest darauf vertrauen: Gott macht etwas daraus. Er gibt uns unsere Gaben ja nicht umsonst. Sondern er möchte durch uns wirken. Dann wird er auch dafür sorgen, dass das, was wir tun, nicht umsonst ist.

Ich mache Ihnen Mut, heute zu fragen: Wie kann ich mit den Gaben, die Gott mir gibt, etwas Gutes tun? Dann können Sie sich darüber freuen, dass Sie brauchbar sind für ihn. Und dann freut sich Gott über Sie.


Kommentare

Von Kristian E. am .

Ich habe das Klatschen im Gottesdienst nicht gern, besonders wenn das Misikstück sehr rührend ist...aber im Allgemeinen stört das mich nicht so sehr. Ich will die Beziehung zu Gott von anderen nicht kritisieren. Wenn sie Beifall klatschen wollen, nah gut.

Von Helmut R. am .

Auch bei uns wird im Gottesdienst nach einer musikalschen Darbietung geklatscht. Auch ich freue mich über die Gaben, die Gott mir schenkt. Ich bin im Vekündigungsdienst tätig. Manchmal dachte ich schon, daß die Botschaft nicht angekommen ist von der Liebe Gottes. Ich habe schon einige Male nach Jahren gehört, daß diese Botschaft agekommen ist. ich freue mich über jeden Menschen mit seinen Gaben, die zur Ehre Gottes geschieht, auch wenn es außerhalb eines Gottesdienstes geschieht.

Von Heike M. am .

Guten Morgen,
also mit dem Klatschen sehe ich es auch so:
nach besonderen Musikstücken im Gottesdienst muss nicht geklatscht werden , oder hat schonmal jemand nach einer besonderen Predigt geklatscht?
Das schreibe ich jetzt nicht, weil ich etwa neidisch wäre auf irgendeine musikalische Gabe. Gott hat mich mit der Gabe des Rhythmus gesegnet. Aber ich finde, in den Gottesdienst passt es nicht, denn dann kann schon sehr leicht der Eindruck entstehen, den Menschen zu applaudieren. Als ich mehr


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