/ Wort zum Tag

Himmelsglanz

Elke Drossmann über Offenbarung 4,11.

Bibelvers

Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.

Offenbarung 4,11

Wenn ich im Winter aufwache und das Schlafzimmerfenster öffne, schaue ich zum Himmel. Ich halte Ausschau nach dem Morgenstern. In der Bibel wird Jesus Christus mit dem Morgenstern verglichen. Der Morgenstern leuchtet besonders hell. Er erinnert mich daran, dass Jesus das himmlische Licht in mein Leben bringt. Der Himmelsblick am Morgen oder am Abend, selbst wenn ich einen prachtvollen Sternenhimmel sehe, ist nichts gegen den Himmelsblick, der dem Apostel Johannes gewährt wird.

Manches, was Johannes in Gottes Himmel sieht, kann er in Worte fassen, weil es das so oder so ähnlich auf Erden gibt. Wie einen Thron. Gekrönte Häupter, die sich um den maßgeblichen Thron im Himmel gruppieren. Blitze, Donner, Stimmen, gedimmtes Licht – angezeigt durch Fackeln, wie bei einer Nachtwanderung. Es gibt aber auch Erscheinungen, die wir heute höchstens mit Fantasy-Geschichten verbinden. Eine Gestalt mit sechs Flügeln z. B. – übersät mit Augen. Etwas, das an ein Meer erinnert oder eine Person, die Gedanken an Edelsteine wachruft. Und was für mich am beeindrucktesten ist:

Eine Lobeshymne nach der anderen. Auf den Herrscher Himmels und der Erde. Keine kritischen Worte, keine abfälligen Ausdrücke, kein herziehen über Gott. Keiner, der sich lustig macht. Alle sind wie gebannt von Gottes Aura, dieser außerordentlichen Himmelswelt. Gottes Welt, in der wir Dinge wieder erkennen werden. Gottes Welt zeichnet sich aber auch durch Wesen und Verhaltensweisen aus, die uns überaus fremd sind.

Haben Sie schon mal in einem Gespräch fünf Minuten lang nur Gutes über Gott gesagt? Sich durch nichts irritieren lassen – den Blick fest auf den Himmel gerichtet und staunend nach Worten gerungen, so wie Johannes damals?

Johannes macht uns klar: Im Himmel ist kein Platz für abfällige Bemerkungen. Im Himmel zählt nur eins, wie ich über Gott, über Jesus Christus und den Heiligen Geist rede. Die vierundzwanzig Ältesten haben das verstanden. Sie werfen sich vor Gott auf die Knie. Nicht nur das, sie nehmen sogar die Kronen ab, mit denen Gott sie ausgezeichnet hat. Im Himmel zählt nur die Macht und Gegenwart Gottes. Wenn der Blick auf den Thron Gottes fällt, ist das so überwältigend, dass die eigene Macht Gott vor die Füße gelegt wird. Die Ältesten verweisen durch ihr Verhalten auf Gottes Macht. Sie erkennen sie an und sind davon in ihrem Herzen berührt. Nichts soll den Blick auf Gott verstellen. Sie sind überwältigt, die zwölf Stellvertreter für Israel und die zwölf für die nichtjüdischen Völker – also die, die Gottes Volk abbilden. In dieser Haltung sprechen sie aus, was in ihren Herzen klingt: „ Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.“ Gott wird in der Offenbarung, Kapitel 4, Vers 11 so gelobt.

Der Himmel, den ich morgens bestaune, ist von Gott geschaffen. Er wollte ihn. Gott wollte mich. Er wollte die Menschen, die mit mir im Haus leben. Er wollte sein eigenes Zuhause, den Himmel, in den Johannes uns bis heute einen Einblick verschafft. Ob Sie sich von dem guten Reden über Gott anstecken lassen – trotz allem, was Sie gerade bedrückt? Ob Sie dem Blick von Johannes folgen und von Gottes Umgebung fasziniert sind? Vertrauen Sie wie Johannes darauf, dass es allein auf Gott ankommt? Auf seinen Willen? Vielleicht fassen Sie Ihr Staunen in Ihre eigenen Worte. Ich sage: „Wenn der Morgenstern schon so glänzt, wieviel Himmelsglanz zeichnet dich, Jesus, aus! Du bist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?“


Kommentare

Von Angelika J. am .

Vielen Dank für Ihre Worte, sie stecken an, sie reißen mit, sie lassen staunen, sie füllen an, sie geben Kraft, himmlische Freude und tiefe Dankbarkeit. Vielen Dank!

Von Erich H. am .

Ausgezeichnet. Wunderbar. Großartig.

Von Sabine am .

Vielen Dank, Frau Drossmann für diese sehr anschaulichen Worte, die mich zum Nachdenken bringen.......


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