/ Wort zum Tag

Gottes Friede für Ihr Leben

Renate Windisch über 1. Korinther 7,15.

Im 1. Korintherbrief, Kapitel 7 geht es um ein gutes Eheleben, den Ehestand, Ehelosigkeit und Scheidungsfragen, wenn man mit einem ungläubigen Ehepartner  verheiratet ist.

In einer Gemeinde sprach eine Frau, wenn es um Veranstaltungen in der Gemeinde ging, immer wieder von einem Holzklotz an ihrem Bein, der sie oft an der Teilnahme hinderte. Zuerst wusste ich gar nicht, was sie damit meinte. Wissen Sie es? Sie sprach dann von ihrem Ehemann. Im Nachhinein bewundere ich diese Frau, denn sie blieb ihrem Ehemann treu, obwohl das für sie manchen Verzicht im Hinblick auf das Gemeindeleben bedeutete. Sicherlich war das oft nicht ganz leicht für sie. Sie tat genau das, was der Apostel Paulus so formulierte: „In Frieden hat uns Gott berufen.“ (1. Kor. 7,15). Sie ließ sich nicht scheiden.

„In Frieden hat uns Gott berufen.“ (1. Kor. 7,15) Sie lebte ihren Glauben, in bestimmt nicht immer einfachen ehelichen Situationen.

Bestimmt gibt es in einer solchen Ehe manche zusätzlichen Spannungen. Deshalb auch die Betonung: „In Frieden hat uns Gott berufen“.

Ein anderer Mann heiratete eine Frau, die nicht zur Gemeinde gehörte. Aber sie kam oft zur Gemeinde mit.  Eines Tages ließ sie sich auf ihr Bekenntnis ihres Glaubens hin taufen. Bald brachte sie sich mit ihren Gaben in großer Treue in der Gemeinde ein. Sie liebte es, den kleinen Kindern Gottes Wort zu erzählen. Leider ist es nicht immer so, sondern oft wird der gläubige Ehepartner im Glauben lau und träge. Wenn junge Frauen gegen 30 immer noch nicht verheiratet sind, geraten sie oft in Gefahr, auch einen ungläubigen Mann zu heiraten. Gerade solchen Frauen möchte ich Mut machen, Gott zu vertrauen. Gott hat meinen Mann und mich, als ich schon 30 Jahre wurde, zusammengeführt.  Für IHN war es kein Problem, zwei Menschen, die damals auf zwei unterschiedlichen Kontinenten lebten, zusammenzuführen.

Im seelsorgerlichen Gespräch mit  solchen betroffenen Frauen zum Thema Freundschaft stelle ich gerne die Frage: „Wer zieht wen leichter  auf seine Seite, wenn einer auf dem Tisch, der andere auf dem Boden steht?“ In der Regel verstanden sie ziemlich schnell diese Bildersprache. Klare biblische Linien vor der Freundschaft können sehr viele notvolle Ehejahre mit einem ungläubigen Ehepartner ersparen.

Wenn Sie bereits in  einer Ehe mit einem ungläubigen Ehepartner leben, ist es bestimmt eine große Hilfe, soweit wie möglich, gute Kontakte mit Christen zu haben - wie auch immer sie aussehen mögen. Damit sie im Glauben stark bleiben und nicht müde werden und wenn sie Kinder haben, ihren lebendigen  Glauben an Jesus Christus vorleben zu können. Eine große Hilfe ist das regelmäßige Bibellesen und sich z.B. auch die Botschaft im ERF oder auf Bibel TV anzuhören. Gott hat viele Wege, auch in notvollen Situationen seine Kinder zu stärken und zu ihnen zu reden, um das Bibelwort ausleben zu können: „In Frieden hat uns Gott berufen“. Und sich nicht vom ungläubigen Partner zu trennen und gerade in den oft großen Nöten von Gottes Willen geprägt zu leben.


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