/ Wort zum Tag

Weise werden

Daniel Benne über Jesaja 28,29.

Bibelvers

Des HERRN Rat ist wunderbar, und er führt es herrlich hinaus.

Jesaja 28,29

„Des Herrn Rat ist wunderbar, und er führt es herrlich hinaus“. Das sind Worte aus Jesaja 28, 29. Andere Übersetzer reden hier von Gottes Weisheit. Auch, dass Gott Menschen Weisheit, Scharfsinn und Intelligenz schenken kann.

Dass Weisheit etwas ist, was von Gott kommt, wird besonders bei König Salomo deutlich: er hatte bei Gott einen Wunsch frei. Andere hätten sich vielleicht gewünscht:

ein langes und gesundes Leben
Erfolg in der Staatsführung
eine glückliche Familie
Reichtum usw.

Doch der junge König Salomo wünscht sich von Gott nur eines, nämlich Weisheit. Gott erfüllt Salomo seinen Wunsch. Und stattet ihn mit Weisheit, Intelligenz und Scharfsinn aus. Salomo hat den Durchblick und spricht weise Urteile.

„Des Herrn Rat ist wunderbar, und er führt es herrlich hinaus“. In den Versen zuvor geht es bei Jesaja um Weisheit in der Landwirtschaft: Ein Landwirt beackert seine Ländereien nicht alle gleich. Stattdessen weiß er: unterschiedliche Pflanzen brauchen auch unterschiedliche Behandlung. Jesaja verrät: „Auch dieses Wissen kommt vom Herrn!“ Fragt sich bloß: wie bekommt man denn jetzt Weisheit & Intelligenz von Gott?

Das Beispiel von Salomo zeigt: Sie dürfen Gott darum bitten, dass er Ihnen Weisheit schenkt, z. B., wenn Sie vor wichtigen Entscheidungen stehen und am Abwägen sind. Aber auch schon bei Kleinigkeiten kann es zu einer guten Gewohnheit werden, kurz zu beten: „Herr, bitte mach mir deutlich, wie ich jetzt reagieren soll.

Gott kann wie bei Salomo durch Träume und Eingebungen zu Ihnen reden. Am besten zu finden ist Gott allerdings in der Bibel! Nehmen Sie regelmäßig die Bibel zur Hand! Für diejenigen, die keine Leseratten sind: es gibt die Bibel auch als Hörbuch! Oft lassen sich Antworten auf Ihre Fragen von dem ableiten, was Sie gerade in der Bibel lesen!

Weise ist es auch, lernbereit zu sein. In der Landwirtschaft wird Wissen teilweise über zig Generationen weitergegeben. Das gilt auch für andere Bereiche: in manchen Familien werden die Hausmittelchen der Urgroßoma von Generation zu Generation weitergereicht. Wir sind gut beraten, uns die Erfahrungen und Ratschläge der Älteren anzuhören. Und gleichzeitig zu schauen: wo haben sich die Dinge verändert? Was gibt es heute an landwirtschaftlichem Gerät, das es damals noch nicht gab, mit dem sich aber effektiver und schonender arbeiten lässt?

Weise ist, wer sich Gottes Prinzipien zum Vorbild nimmt, wer sich also anschaut: „Wie hat Gott gehandelt und reagiert?“

Ganz viel von Gottes Art und seinen Prinzipien erfahren wir durch Jesus Christus, seinen Sohn.

In der Bibel finden sich gute Vorbilder wie Noah, Abraham, Mose und David, die sich in ihrem Leben von Gott haben leiten lassen. Aber natürlich auch von Gott selbst:

Gott hat dem Menschen Verantwortung übertragen. Und ihn einfach mal machen lassen, als z. B. Adam den Tieren einen Namen geben durfte, hat Gott ihm da nicht reingeredet.

Gott hat jedem Menschen Gaben und Talente geschenkt. Und er freut sich darüber, wenn Menschen fröhlich entdecken: „Wow - das kann ich ja richtig gut. Klasse, dass Gott mich hier talentiert hat!“

Noch mehr freut Gott sich, wenn ein Mensch nicht nur entdeckt, was er gut kann. Sondern wenn er dieses Talent dann auch einsetzt. Und so ziemlich jedes Talent lässt sich auch dazu gebrauchen, um damit etwas für Gott und andere Menschen zu tun!

Salomo hatte Gott um Weisheit gebeten. Und hat diese Weisheit für Gott eingesetzt. Eine gute Basis zu diesem Schritt dürfte Salomos Erziehung gewesen sein. Offenbar hatte sein Vater, König David, ihn so erzogen, dass er von Gott viel erwartete. Das hilft Salomo, Gottes Reden zu erkennen.

Machen Sie´s auch so: Sie können und sollen Ihren Kindern den Glauben nicht aufzwingen. Aber sie können ihnen von Gott erzählen und den Glauben vorleben!


Kommentare

Von Eberhard H. am .

Sehr geehrter Herr Benne,
danke für Ihre Auslegung zu diesem Vers. Möchte jedoch darauf hinweisen, dass in 2.Sam. 12,25 steht dass David seinen Sohn dem Nathan anvertraut hat, nicht David hat ihn erzogen. So hat auch Hanna damals dem Eli ihren Sohn Samuel zur Erziehung anvertraut. David hat damit alles Vertauen auf Gott gesetzt und durfte durch das Bekennen seiner Schuld die Vergebung und Gnade Gnade Gottes erfahren. So einen gnädigen aber auch erziehenden großen Gott haben wir auch heute noch.


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