/ Wort zum Tag

Generation Lobpreis

Ruth Bai-Pfeifer über Psalm 117,1.

Bibelvers

Lobt den HERRN, alle Völker! Rühmt ihn, ihr Nationen alle!

Psalm 117,1

Wir leben in einer Zeit, da wird in unseren christlichen Gemeinden viel Wert auf das Loben und Anbeten gelegt. Dieses Lob wird vor allem ausgedrückt mit immer neuen Liedern. Diese Lieder werden oft begleitet von Bands, die verschiedene Instrumente wie Gitarren, Flöten und Schlagzeug zum Einsatz bringen. Wenn die Loblieder dann noch von Menschen mit wunderschönen Stimmen gesungen werden, dann ist das schon ein großer Genuss.

Jemand hat vor kurzem den Ausdruck „Generation Lobpreis“ kreiert. Ich denke, das ist eine treffende Bezeichnung. Wie schön ist es doch, dass jede Generation Gott wieder auf ihre Weise lobt und preist. Darüber müssen wir uns freuen und nicht immer kritisieren, wenn schon wieder ein neues Lied gesungen wird, das vielleicht nicht nach unserem Geschmack ist.

Hat es nicht zu allen Zeiten eine Generation Lobpreis gegeben? Schon in den Psalmen war die Aufforderung da, Gott zu loben. Unser Tagestext aus Ps. 117, 1 ruft uns auf: „Lobet den Herrn, alle Heiden! Preist ihn, alle Völker!“

Dieser Vers stammt aus dem kürzesten Psalm, er hat nur 2 Verse, und endet mit einem kräftigen „Halleluja“. Das klingt ja ganz modern!

Je älter wir werden, umso mehr merken wir, wie sich die Musik in den christlichen Gemeinden verändert hat. Aber das ging der Generation vor uns genau gleich. Sie sind mit den Kirchenchorälen „Großer Gott wir loben dich“ oder „Du meine Seele singe“ aufgewachsen. Diese Lieder haben geprägt und waren zur damaligen Zeit tiefer Ausdruck von Gotteslob. In meiner Familie wurde viel gesungen – ältere und neuere Lieder. Durch das viele Singen kenne ich viele Lieder, auch solche von Paul Gerhard, auswendig. Ich mag diese alten Lieder immer noch sehr, obwohl ich mehrheitlich mit Erweckungsliedern, mit Liedern von Siegfried Fietz und mit englischen Gospelliedern aufgewachsen bin. 

Zu meinem großen Erstaunen, kann ich viele der alten Lieder noch auswendig! Ich habe schon oft erlebt, dass mir diese Lieder gerade in schwierigen Situationen wieder in den Sinn kommen und sie mich trösten und berühren, ja sie lassen mich eintauchen in das Lob Gottes. Jemand hat mir mal gesagt, ich sei wie ein wandelndes Liederlexikon!

Trotz all meinem Musikschatz von früher, freue ich mich aber auch an so manchen neuen Liedern und an den Sängern, die alles geben, um Gott zu loben. Gott will, dass alle Völker Gott anbeten und preisen. Auch wir – und auch die neue Generation. Da ist Kritik fehl am Platz! Es geht vielmehr darum, dass das Gotteslob immer von Generation zu Generation weitergetragen wird. Echtes Gotteslob manifestiert sich ja nicht nur in den Liedern die wir singen. Unser ganzes Leben soll ein Lob für Gott sein – wie wir reden, handeln, denken und wie wir miteinander umgehen.

Deshalb wollen wir uns freuen über die junge Generation Lobpreis von heute und sie liebhaben und ihnen ein Vorbild im Glauben an Jesus sein. Nicht umsonst heißt es heute: „Lobet den Herrn, alle Heiden! Preist ihn, alle Völker.“

 

 

 


Kommentare

Von Vera am .

Ja, über Musik wird viel zu oft gestritten. Aber warum gibt es fast nur Ärger über "zu" neue Lieder? Daß "schon wieder" ein altes Lied gesungen wird, darf nicht beklagt werden.

Von Min am .

Danke für die schönen Worte! Die Loblieder die wir singen, ob es die alten oder die neuen sind haben mich schon immer berührt. Ich finde es auch toll, wenn wir uns ob jung oder alt auf einander einlassen und gemeinsam Loblieder singen. Den Begriff „Generation Lobpreis“ finde ich toll.

Von Klaus A. am .

Habe in meinen jüngeren Jahren für über 30 Jahre in einem deutschen Männerchor in unsere Kirche gesungen. Viele der Melodien habe ich in meinen Komputer geschriebenste. Sobald ich sie abspiele kommt der Text dieser Lieder zurück und ich kann von neuem meinen Herrn preisen wenn auch die Stimme mit den über 80 Jahren etwas kratzig geworden ist. Auch ich liebe die neuen Lieder solange die Pauke nicht das dominierende Instrument ist.
"Wort zum Tag " in meiner Muttersprache ist mir ein täglicher Schatz geworden.


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