/ Wort zum Tag

Ungewöhnlich!

Wolfgang Ortmann über Psalm 1,3.

Bibelvers

Der Gerechte ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht.

Psalm 1,3

Das Jahr 2018 war wohl das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Wir alle haben es gespürt und erlebt: Über den ganzen Sommer hinweg anhaltend hohe Temperaturen und viel zu wenig Regen. In Südeuropa dagegen haben Starkregen und Stürme schwere Zerstörungen hinterlassen.

Ich lebe im Rheinland und der Pegel des Flusses war über Monate so niedrig, dass Frachtschiffe nur noch mit ganz geringer Ladung fahren konnten. Das Wasser im Rhein war einfach mehr und mehr verdunstet.

Schon im August und September blies der Wind braune Blätter von den Bäumen. Und die Fotos von Alexander Gerst, dem Astronauten  aus der Raumstation ISS, zeigten unser Land braun und vertrocknet. Getreide, Gemüse und Obstbäume fanden in manchen Teilen unseres Landes zu wenig Wasser und damit zu wenige Nährstoffe, um gut Früchte zu bringen.

In Psalm 1 wird von einem Baum geredet, der an einen Wasserlauf gepflanzt ist. Er hat genügend Wasser und deshalb auch genügend Nährstoffe. Er bringt seine Früchte und seine Blätter – erstaunlich – sie verwelken nicht.

Das ist eine botanische Besonderheit, jedenfalls in unseren Breiten. Blätter, die nicht verwelken. Aber das ist nicht das Wichtige in der Losung für heute. In Psalm 1, Vers 3 steht:

„Der Gerechte ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. “

Der mit Wasser und Nährstoffen gut versorgte Baum, der seine Früchte bringt und immergrüne Blätter hat, ist ein Vergleich. Er ist ein Bild für einen gerechten Menschen.

Wenn wir überlegen, was es wohl bedeutet, ein gerechter Mensch zu sein, dann denken wir wohl zuerst an Frauen oder Männer, die allen ihren Mitmenschen in gleicher Weise hilfreich und förderlich begegnen.

Für die Bibel allerdings steht bei dem Begriff des Gerechten ein anderer Aspekt im Vordergrund. Der Gerechte ist einer, der auf Gott vertraut. Der Gerechte ist einer, der auf den Gott hofft, der seinerseits gerecht und treu und barmherzig ist und sich voller Liebe den Menschen zuwendet. Der Gerechte ist einer, der Gott achtet und dem der Wille und die Absichten Gottes etwas bedeuten.

Der Gerechte, so hat es Martin Luther manchmal gesagt, ist der Fromme. Dieses altertümlich klingende Wort verwenden wir heute kaum doch. Dennoch beschreibt es einfach und umfassend, worum es geht.

Der Fromme – oder der Gerechte – ist einer, der sich an Gott hängt und von ihm alle Kraft – im Bild gesprochen – alle Nährstoffe für sein ganzes alltägliches Leben empfängt.

Ich will mich an diesem Tag ganz bewusst an Gott hängen und ihm vertrauen, dass er mich in allem begleitet, was auf mich zukommt. Ich will damit rechnen, dass er mir die Kraft und die Ideen schenkt, zur richtigen Zeit zu sagen und zu tun, was zu ihm passt. Und ich lade Sie ein, Ihren Tag auch bewusst und vertrauensvoll mit Gott anzugehen.  

Gott wird mit uns sein. Er wird Früchte wachsen lassen, hier oder da oder dort, eben zur richtigen Zeit. Und wir werden durch ihn immer genug haben, eben Blätter, die nicht verwelken.

 


Kommentare

Von Jörg am .

Ich möchte mich dem Beitrag von Hans-Rainer anschließen. Was habe ich Apfelsaft gekeltert und verschenkt. Mir sind die Dachlatten ausgegangen zum Abstützen der Zweige. Ich musste im Frühsommer in Größenordnung die Früchte herausbrechen, sie hingen wie Trauben. Es war ein gesegnetes Jahr. Man sollte auch nicht vergessen, dass Februar und März äußerst kalt waren mit Höchstwerten im Minus und zweistelligen Minuswerten in der Nacht. Viel mehr Sorgen bereitet mir die Zerstörung der Schöpfung durch mehr

Von Irene E. am .

Früchte tragen - genau das ist das Thema, an dem ich gerade 'rumkaue'. Wie kann ich die Botschaft weitergeben, wenn ich sie nicht in Worte fassen kann? Ich würde gerne davon erzählen können, doch mich dazu zu artikulieren, fällt mir unsagbar schwer. Mit Vertrauen auf Gott schaffe ich es ab und zu, mich holprig auszudrücken. Daher versuche ich durch mein Handeln, von der Liebe Gottes zu erzählen. Aber ich habe ständig das Gefühl, dass das nicht genug ist. Im Gebet lege ich dann alles Gott vor mehr

Von Martina K. am .

Beim Sammeln der Kastanien in Bremen habe ich im letzten Jahr einen deutlichen Unterschied bemerkt. Sie waren viel leichter als sonst und sind in kürzester Zeit eingetrocknet. Auch viele Eicheln waren nicht zum Basteln zu gebrauchen, weil sie aufplatzten.

Von Daniel B. am .

Eine sehr gute Andacht, aber wie Hans-Rainer schon erwähnt hatte, es gab auch Teile in Deutschland, wo es neben viel Sonne viel Regen gab und wie bei uns in Südbayern. Massen an Obst, die wir leider nicht alles verarbeiten konnten.

Die Sache mit dem Klimawandel ist Panikmache. Gott bestimmt, wann es zu Ende geht, der "Klimawandel" ist ein Werkzeug dazu.
Die 15 größten Frachtschiffe verpesten mehr die Luft als alle in der Welt registrierten Autos zusammen.
Die Dieselproblematik ist keine Problematik, sondern nur von linken Parteien zu einem Problem gemacht.

Von Hans-Rainer P. am .

Soviel Früchte wie in dem Jahr 2018 gab es kein Jahr zuvor! Die Leute mussten ihre Äpfel massenweise zu Saft machen lassen. Das Wasserwerk meldete genug Grundwasser, es gab keine Einschränkung im Verbrauch (fränkische Reckenberg-Gruppe)! Auch wenn es sehr heiß war, sollten wir nicht mit der Klima-Lobby heulen. Sonst war Ihr Beitrag sehr gut!


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