/ Wort zum Tag

Eine großartige Zusage

Thomas Eger über Josua 1,5.

Bibelvers

Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen.

Josua 1,5

Das ist eine großartige Zusage (Josua 1,5): „Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen!“

Gott hat diesen Satz gesagt. Zu Josua. Der lebte zur Zeit der Wüstenwanderung des Volkes Israel. Mose, durch den Gott sein Volk aus der ägyptischen Sklaverei befreit hatte, war gestorben. Jetzt sollte Josua die Führung von Gottes Volk übernehmen. Eine große Aufgabe. Die Israeliten befanden sich an der Grenze zum verheißenen Land. Die sollte jetzt überschritten werden. Und dann sollten sie endlich sesshaft werden nach 40 Jahren Wüstenwanderung.

Josua war der engste Mitarbeiter von Mose gewesen. Er hatte alles hautnah miterlebt, was in den vergangenen vier Jahrzehnten geschehen war. An Gutem und an Bösem. Er wusste sehr gut, wie schnell das Wohlwollen des Volkes in Hass und Aufruhr umschlagen konnte. Da war Mose dann ganz plötzlich allein gegen das Volk dagestanden. Manchmal hatten sie sogar mit Steinen nach ihm geworfen. Aber immer war auch Gott da – auf der Seite von Mose. Und das war jedes Mal seine Rettung gewesen.

Und jetzt sollte also er, Josua, an die Stelle von Mose treten. Die Menschen im Volk waren immer noch die gleichen: mal loyal, treu an seiner Seite, mal rebellisch. Würde er, Josua, das aushalten können? Und was, wenn er einen Fehler machte? Was wenn… Ach, es gab so viele Fragen, was wann wie passieren könnte, wenn! Doch genau da hinein gibt ihm Gott seine Zusage: „Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen!“ Josua soll wissen, dass Gott selbst sein Volk führt. Die Entscheidungen, was wann wie zu geschehen hat, die wird Gott treffen. Er, Josua, wird dabei Gottes Mitarbeiter sein. Die Last der Verantwortung für sein Volk trägt Gott selbst. Die Last, Gott zu gehorchen und das zu tun, was Gott will, diese Last musste Josua tragen. Aber das war machbar, weil es unter Gottes Leitung geschah.

Szenenwechsel!

Es war auf einer Freizeit. In den Bibelarbeiten ging es um die Segenszusagen Gottes an uns Menschen. Im Nachgespräch meinte eine Teilnehmerin: „Kann ich denn einfach so die Segensworte Gottes für mich persönlich in Anspruch nehmen? Wenn er sie doch ganz bestimmten Menschen in ihre Situation zugesagt hat?“ Und dabei ging es auch um diesen Satz Gottes an Josua: „Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen!“

Keine einfache Sache, das gebe ich zu. Genau genommen müsste Gott selber dazu gefragt werden. Das ist auch möglich. Durch beten! Aber das Problem dabei ist die Antwort Gottes darauf. In der Regel wird da kein akustisches Signal vom Himmel kommen. Und doch, in der Bibel wird oft berichtet von Gottes guten Reaktionen gegenüber Menschen, die an ihn glaubten. Bin ich ein Mensch, der Gott sein Leben für Gott zur Verfügung stellt, werde ich dabei nie auf verlorenem Posten sein.

Gott hat es nicht nötig, dass irgendein Mensch für ihn die Kartoffeln aus dem Feuer holen muss. Menschen, die sich Gott und für sein Anliegen zur Verfügung stellen, die macht Gott zu seinen Botschaftern. Die treten nicht in eigener Sache auf. Sie trachten danach, das zu tun, was Gott will. Aber die Verantwortung dafür, dass Gottes Vorhaben gelingt, die trägt Gott selbst! Gott gehorsam zu sein, dafür bin ich verantwortlich, will ich Mitarbeiter in Gottes Sache sein. Und dann gilt auch mir die Zusage Gottes an Josua: „Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen.“ Ich möchte Sie sehr gerne ermutigen, solch eine Mitarbeiterin, solch ein Mitarbeiter Gottes zu sein!


Kommentare

Von Edith S. am .

LIEBER Thomas,
Was für eine super und starke predigt. Für mich ist es getan. Lebe in Lima Peru und der Herr hat mich zu jeder Zeit und ist zu jeder Zeit bei mir. Inmitten vom Chaos ist er bei mir und verässt mich nie!!. Werde weiter Ihre Predigten hören, lesen , weitergeben❤ Eine freundin hat mir diesen Link geschickt.

Von Lieselotte R. am .

Das ist mein Konfirmations-und mein Trauspruch!
Jetzt bin ich bald 83 Jahre alt und ich kann nur sagen Gott hat diese Zusage, die ich so ganz naiv für mich angenommen habe, zu jeder Zeit gehalten. In schweren Zeiten ist er mein Kraftquell, in guten Zeiten mein Freudenquell.
Er war stets an meiner Seite, auch wenn ich eigene Wege gegangen bin. Er holte mich zurück unters Kreuz.
Ich erfüllte meine Aufgabe im Beruf, in der Familie , im Ehrenamt und versuche die Liebe von der ich lebe,liebend an mehr


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