/ Wort zum Tag

Geschützt!

Silke Stattaus über Epheser 6,14-15.

Bibelvers

So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und beschuht an den Füßen, bereit für das Evangelium des Friedens.

Epheser 6,14–15

Vor einigen Monaten durfte ich eine orthopädische Reha in Anspruch nehmen. Ein langjähriges gesundheitliches Problem ist der Anlass dazu. Auf meinem Programm stehen viele Anwendungen. Los geht’s am ersten Morgen mit einer Massage. Schnell komme ich mit der Therapeutin ins Gespräch. Sie will wissen, in welchem Bereich ich arbeite. „Ich leite einen deutschlandweiten Frauenverein, zu dem viele Christinnen gehören, die Frühstücks-Treffen für Frauen vorbereiten.“ Meine Therapeutin staunt, dass es so etwas gibt. Ich erzähle ihr ein bisschen aus meiner Arbeit. Sie ist von dem beeindruckt, was sie hört.

Beim nächsten Termin bietet sie mir an, auch mir mal was Gutes zu gönnen. Sie will mich mit einer Therapieform behandeln, die ich nicht kenne. Ich bin ein bisschen skeptisch. Habe schon viel gehört von Therapien, die in der Esoterik angesiedelt sind. Da hinein will ich mich auf keinen Fall begeben. In den nächsten Tagen mache ich mich kundig, was das für eine Behandlung sein könnte. Dazu hilft mir sonst immer die Internetseite der Christlichen Heilpraktiker. Doch die ist gerade in Arbeit und nicht erreichbar. Abends unterhalte ich mich mit einer Mitpatientin, die mir begeistert genau von dieser Behandlung berichtet. Ich lasse sie mir erklären. Meine Skepsis weicht ein bisschen. Es klingt doch eigentlich gut und auch seriös.

Ich bete - und bitte Jesus um Klarheit. Dabei fällt mir die geistliche Waffenrüstung ein, die der Apostel Paulus den Nachfolgern von Jesus mit auf den Weg gibt. Sie ist in der Bibel in einem Brief aufgeschrieben, den er an die Christen in Ephesus schreibt. Wir Christen bekommen damit die Möglichkeit, uns vor den Gefahren der sichtbaren und unsichtbaren Welt zu schützen.

  • Da ist der Gürtel, der die Wahrheit erkennt.

  • Und der Brustpanzer, der die Gerechtigkeit fördert.

  • Schuhe stehen bereit, damit wir das Evangelium verkündigen.

  • Und der Schild des Glaubens wird die bösen Pfeile des Teufels abhalten.

  • Unser Kopf ist durch den Helm des Heils geschützt.

  • Und das Wort Gottes ist das Schwert, welches der Heilige Geist uns gibt.

    Zum Schluss werden wir ermutigt, die Lanze des Gebetes zu nutzen. Sie ist wie ein Türsteher, der über uns wacht.

    Wenn wir diese Waffenrüstung anlegen, so verspricht Paulus, dann können uns heimtückische Angriffe des Teufels nichts anhaben.

    So ermutigt entscheide ich mich für diese Therapie. Dann, während der Behandlung, bete ich. Einmal für die Masseurin, dass sie Jesus kennenlernt und ihr Herz für ihn öffnet. Auch dass ich im Gespräch eine Einflugschneise finde, um mit ihr über den Glauben zu sprechen. Und ich bete für mich. Dabei mache ich mir bewusst, dass Jesus in mir ist und dafür sorgt, dass mir nichts und niemand schaden kann.

    Christen wissen, dass sie in einer Welt leben, in der die Mächte von Himmel und Hölle miteinander kämpfen. Und sie sind mittendrin. Da fällt es manchmal schwer, Gutes von Bösem zu unterscheiden.

    Ich rate auf keinen Fall, leichtfertig alles auszuprobieren, was der Therapie-Markt zu bieten hat. Vielleicht ist es auch besser, lieber mal eine Behandlung abzulehnen. Aber da, wo wir uns nicht im Klaren sind, ist die Waffenrüstung Gottes ein wirksamer Schutz.

    Das gilt auch und vor allem für Menschen, die die gute Nachricht von Jesus verkündigen. Denn sie sind in besonderer Weise den Angriffen des Bösen ausgesetzt. Doch zum Glück mit Gottes Dienstkleidung auch gut geschützt.

    Am Ende der Reha schenke ich dieser Therapeutin ein Buch, das zum Glauben an Jesus einlädt. Sie freut sich darüber. Und ich bete , dass dieser Anstoß ihr Leben verändert.


Kommentare

Von Marei G. am .

"Christen wissen, dass sie in einer Welt leben, in der die Mächte von Himmel und Hölle miteinander kämpfen." - Ein ganz schön steiler Satz, der unterstellt, dass 1. die Existenz einer "Hölle" für alle Christ_innen selbstverständlich sei und 2. einen Dualismus suggeriert, der theologisch höchst umstritten ist! Ich würde mir wünschen, dass persönliche Glaubensinhalte nicht verallgemeinert werden, sondern klar als persönliche Glaubensüberzeugungen gekennzeichnet werden.


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