/ Wort zum Tag

Das Wort Gottes

Alexander Nussbaumer über Hebräer 1,12.

Bibelvers

Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn.

Hebräer 1,1–2

Was für ein wortgewaltiger Einstieg in den Brief an die Hebräer!

Zweimal wird gesagt, Gott habe geredet, nämlich durch die Propheten und durch seinen Sohn. Tatsächlich spricht Gott ganz unterschiedlich zu uns.

Das Wort Gottes kommt in vier Arten zu uns:

  1. Mit seinem Vollmachtswort erschuf Gott die Welt. Das Wort Gottes schuf eine neue Wirklichkeit. Es ist ein wirkmächtiges Wort.

  2. Gott sprach durch das mündliche Wort der Propheten zu seinem Volk, wie es unser Tagesvers sagt. Die Propheten gaben das Wort weiter, das sie von Gott her gehört hatten. Auch das waren wirkmächtige Worte, wenngleich sie allzu oft auf Widerstand stießen.

  3. „Am Anfang war das Wort, … und das Wort wurde ein Mensch“, heisst es zu Beginn des Johannesevangeliums.
    Jesus ist als Person Gottes Wort. Auch das ist in unserem heutigen Vers erwähnt. Das göttliche Wort, der Logos, wurde ein Mensch aus Fleisch und Blut. Mit seinem Vollmachtswort sprach Jesus von Sünden frei: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“ Damit schuf Jesus für diese freigesprochenen Menschen eine neue Wirklichkeit. Sein Wort war und ist ein wirkmächtiges Wort.

  4. Und schließlich ist die Bibel das Wort, das Gott über alle Zeiten hinweg an sein Volk gerichtet hat und heute auch an uns richtet. Die Worte der Bibel unterscheiden sich von allen anderen je geschriebenen Worten. Es sind befreiende, Leben schaffende, in diesem Sinn auch wirkmächtige Worte.

Gott hat auf „vielerlei Weise“ geredet. Die Bibel ist ein vielstimmiges Zeugnis. Sie ist in einem Zeitraum von über tausend Jahren entstanden. Sie hat eine Vielzahl von Autoren. Sie enthält unterschiedliche Arten von Texten: Sie sind meist geschichtlich, prophetisch oder poetisch gestaltet. Durch diesen vielen Seiten und Stimmen ziehen sich aber einige Hauptlinien. Die wichtigste ist die Jesus-Christus-Linie. Schon das Alte Testament spricht auf vielfältige Weise von ihm. Er ist das zentrale, alles entscheidende Wort Gottes.

Durch ihn habe Gott die Welt erschaffen, sagt unser Tagesvers. Ja, Jesus war schon bei der Schöpfung aktiv dabei. Er war schon vor Beginn von Raum und Zeit Teil der Dreieinigkeit (Dreieinheit). Und diese Dreieinigkeit (Dreieinheit) war schon immer von Liebe geprägt. Liebe ist ein ewiges Merkmal von Gottes Wesen.

Gott hat Jesus „eingesetzt zum Erben aller Dinge“, heißt es. Jesus Christus ist und bringt das entscheidende Offenbarungswort über Gott. Er ist der Erbe. Ihm gehört die ganze Herrlichkeit des Vaters. Darum konnte er zu seinen Jüngern sagen: „Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden.“ Und in Psalm 2 hören wir Gott zu seinem Sohn sagen: „Bitte mich, so gebe ich dir die Nationen zum Erbe und die Enden der Erde zum Eigentum.“ Das ist ein Wort Davids, das prophetisch auf Jesus hinweist. Es hat sich in Jesus erfüllt. Aber erst wenn Jesus wiederkommt, wird sich dieses Psalmwort endgültig und vor den Augen aller Menschen verwirklichen.


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