/ Lied der Woche

Von der Erde los (3/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

„Von der Erde los“ – Simone Riccitelli singt ein Lied, das hat sie selbst geschrieben – angeregt durch einen ungleich älteren Text, der gern an Gräbern zitiert und bei Begräbnissen gesungen wird: „Ich bin durch die Welt gegangen“

Die Kernaussage des Refrains, die stammt nicht 1:1, aber im Wesentlichen aus der ersten Strophe dieses 150 Jahre alten Liedes von Eleonore Fürstin von Reuß:  Die Welt ist schön und groß. Und doch zieht mich mein Verlangen so weit von der Erde los.

Klingt nach Weltflucht, das ist es aber nicht. Außerirdisch oder überirdisch ist am Ziel der Sehnsucht: Jesus Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene, ist nicht mehr an Raum und Zeit gebunden, ist nicht körperlich präsent auf diesem Planeten. Aber er ist trotzdem gegenwärtig, ist ansprechbar, man kann ihn erfahren, kann ihn erleben hier und jetzt, in Raum und Zeit. Ein klassisches Paradoxon, ein scheinbarer Widerspruch – aber eben nur scheinbar. Der Auferstandene ist einerseits völlig losgelöst von der Erde – andererseits ist er voll und ganz diesseitig wirksam.

Markus Baum
Markus BaumProgrammreferent




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